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3.2.2. Nordic Yards

Die MTW Wismar wurde 1946 als Reparaturwerft des Ministeriums für Verteidigung der UdSSR gegründet. 1952 wurde schließlich mit dem Schiffsneubau begonnen und bis zur Wiedervereinigung hatte die Werft neben diversen Binnenfahrgastschiffen und Frachtern auch das erste RoRo-Schiff aus DDR-Produktion abgeliefert.[1]

Mit der Wende wurde auch die MTW Wismar 1990 in eine GmbH umgewandelt, und 1992 durch den Bremer Vulkan übernommen. Nach der Konkursanmeldung des Werftenverbunds 1996 wurde die MTW 1998 durch den norwegischen AKERKonzern übernommen.[2]

Im Jahr 2002 gaben AKER und Kvaerner bekannt, ab sofort im Rahmen des Schiffbaus zusammen zu arbeiten. Dies war notwendig geworden, nachdem Kvaerner im Jahr zuvor die Übernahme eines britischen Anlagenbauers misslungen und Kapitalbeschaffung notwendig geworden war.[3]

Betroffen davon war auch die Warnow-Werft in Rostock/Warnemünde, die 1992 im Zuge der Privatisierung durch die Treuhandanstalt an die Kvaerner-Gruppe verkauft worden war.[4] Seit der Wiederaufnahme der Werftarbeiten 1945 mit Fischkutterreparaturen gehörte die Warnow-Werft in den 1940er Jahren bereits kurzzeitig zur MTW Wismar. Die Warnow-Werft zeichnete u.a. für die Ablieferung des DDR-Segelschulschiffes Wilhelm Pieck verantwortlich.[5]

Mit der 2002 startenden Zusammenarbeit von Aker und Kvaerner entstand die Aker Kvaerner Yards AS, zu der auch die Aker Yards Ostsee in Form der MTW Wismar und der Warnow-Werft gehört.[3]

2007 übernahm der südkoreanische Schiffbauer STX 39,2 % der Anteile an Aker Yards.[7] Im folgenden Jahr stieg die russische Investmentfirma FLC West mit 70 % bei der Aker Yards Ostsee ein. Noch im gleichen Jahr erhöhte STX seine Anteile bei Aker Yards (zu diesem Zeitpunkt bereits umbenannt in STX Europe) auf 93,87 % und die Aker Yards Ostsee wurden in Wadan Yards umbenannt.[5]

Im Juni 2009 meldeten die Wadan Yards schließlich Insolvenz an: "Grund der neuerlichen finanziellen Zuspitzung sind den Angaben zufolge "Unstimmigkeiten" zwischen der FLC West und dem zweiten Wadan-Eigner STX aus Norwegen. Es gehe um Charter-Garantien und die Übernahme von vier weiteren Schiffen […]."[9]

Aus dieser Situation heraus ubernahm der russische Investor Vitalij Yusufow (8MTa.11MA tocv41os) die Wadan Yards 2009,die slch seltdem als Nordic Yards auf den Bau von Spezialschiffen,wie z.B. auf eisbrechende Tanker oder Offshore Projekte,konzentrieren.[10]

Oen aktuellen Aufbau des Konzerns zelgt Abblldung 8.

Abblldu 8:Konzemautbau, Nordic Yardsaa.[11]

  • [1] Vgl. Bentin, MTW, o.J.
  • [2] Vgl. Bentin, MTW, o.J.
  • [3] Vgl. Bentin, Warnow, o.J.
  • [4] SPIEGEL (Hrsg.), 1994, S. 108
  • [5] Vgl. Bentin, Warnow, o.J
  • [6] Vgl. Bentin, Warnow, o.J.
  • [7] Vgl. Ram, 2007
  • [8] Vgl. Bentin, Warnow, o.J
  • [9] AP/ddp/dpa/Haustein-Teßmer, 2009
  • [10] Vgl. Nordic Yards (H1'58.), 2012
  • [11] Vgl. Nordic Yards,KA 2009, sowle: Nordic Yards,KA 2010
 
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