Inhalte und Anlässe

Table of Contents:

Simon Werther, Christian Jacobs

Innovation – 94

Führung – 99

Gesundheit – 106

Internationalität – 111 Mergers & Acquisitions – 115 Firma ohne Kultur – 118 Literatur – 122

Im folgenden Kapitel beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Inhalten und Anlässen, die für Organisationsentwicklung eine zentrale Rolle spielen. Selbstverständlich lässt sich die folgende Liste von Inhalten und Anlässen beliebig erweitern, da letztlich jede organisationale Herausforderung für sich einen Anlass für Organisationsentwicklung darstellen kann.

„Innovation“, „Führung“ und „Gesundheit“ sind dabei zweifellos wichtige Themen, die auch häufig in Veränderungsprozessen explizit besprochen werden. Die zunehmende Internationalisierung und Globalisierung führt dazu, dass sich selbst kleine und mittelständische Unternehmen diesen Themen widmen müssen, um wettbewerbs- und damit überlebensfähig zu bleiben. Mergers & Acquisitions sind ebenfalls eine Folgeerscheinung des zunehmenden Wettbewerbs, der oftmals zu Firmenzusammenschlüssen und -käufen führt, die für sich bereits einen sehr herausfordernden Organisationsentwicklungsprozess darstellen. Wir schließen dieses Kapitel mit einem Abschnitt ab, in dem es um das aktuelle Thema der Firmen ohne Kultur geht. Für moderne Firmen stellt sich heutzutage die Frage, wie Kultur – ohne Festanstellung der Mehrzahl der Mitarbeiter – weiterhin gelebt werden kann.

Anders als in allen anderen Kapiteln werden in den folgenden Abschnitten jeweils zu Anfang kurze Szenarien aus Unternehmen vorgestellt, damit die Inhalte und Anlässe der Organisationsentwicklung konkret greifbar werden. Dafür verzichten wir am Anfang dieses Kapitels auf ein Szenario, da wir in einem solchen nicht angemessen alle inhaltlichen Aspekte berücksichtigen könnten.

Innovation

Zum Einstieg

Ausgangslage

Einige Versuche hatte das Unternehmen schon unternommen, um die eigene Innovationsfähigkeit zu verbessern. Allesamt hatten sie einen kurzen Impuls gegeben und dann fiel die Organisation wieder in den Zustand der operativen und damit nur gering strategischen Arbeit zurück. Aufgrund der zunehmenden Unzufriedenheit des Leiters der Forschung und Entwicklung (F&E) wegen der wachsenden Gefahr, dass das Unternehmen seine besondere

Stellung bei den entwickelten Produkten verlieren könnte, wurde erneut die Frage laut: Wie steht es bei uns mit der Innovation und wie werden wir hier besser? In der Geschäftsführung wurde dem F&E-Leiter der Auftrag gegeben, nach einem neuen und vielversprechenden Ansatz zu suchen. Sollte er eine passende Innovationsstrategie finden, die er mit Enthusiasmus vertreten könne, dürfte er sie in der Geschäftsführung vorstellen. Mit dem Wissen, dass das wahrscheinlich die letzte Chance war, bildete er ein kleines internes Team.

 
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