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Zink

Funktion von Zink

Der Mensch braucht Zink für verschiedene Stoffwechselvorgänge und für den Aufbau der Körpersubstanz. Der menschliche Körper enthält etwa 3 g Zink, wovon das meiste (90–95 %) in Muskeln und Knochen zu finden ist. Aber auch die Mehrzahl der anderen Organe enthalten Zink in Speichern, die sie vorübergehend unabhängig von der Versorgung durch die Ernährung machen.

Aus der Nahrung wird Zink rasch über den Darm aufgenommen und gelangt zunächst in die Leber; von dort wird es, gebunden an ein Transporteiweiß, ins Blut ausgeschleust. Sinkt die Zinkzufuhr, so kann die Aufnahme des Zinks gesteigert werden. Dazu gehört auch, dass Zellen, die im Dünndarm am Ende ihrer Lebenszeit aufgelöst werden, ihr Zink freisetzen, das nun wieder aufgenommen werden kann. Die Blutkonzentration kann, ähnlich wie bei Vitamin A, homöostatisch reguliert werden, d. h., sie wird in weiten Bereichen konstant gehalten, sodass aus der Blutkonzentration kein wirklicher Rückschluss auf die Menge an Zink in den verschiedenen Geweben oder die Versorgung gezogen werden kann.

Eine besondere Rolle spielt Zink im Immunsystem. Zink unterstützt das Immunsystem auf verschiedenen Ebenen. So ist es, ähnlich wie Vitamin A, essenziell für eine ausreichende Barrierefunktion der Schleimhäute, aber auch der Haut. Letzteres erklärt den Effekt von Zink in der Wundheilung.

Wie viel Zink braucht der Mensch?

Die Beurteilung des individuellen Zinkbedarfs ist wie bei der Bedarfsbeurteilung anderer Mikronährstoffe kaum wirklich möglich. Kinder sollten je nach Alter unterschiedliche Mengen an Zink täglich mit der Nahrung aufnehmen: bis zum sechsten Lebensmonat 2 mg, bis zum zweiten Lebensjahr 3 mg/Tag, bis zum achten Lebensjahr 5 mg/Tag und bis zum 18. Lebensjahr 11 mg/Tag. Je nach Land können die Empfehlungen geringe Schwankungen nach oben oder unten aufweisen.

Vorkommen von Zink

Es gibt, von Austern (86 mg/100 g) einmal abgesehen, keine wirklich guten Zinkquellen. Fleisch und tierische Produkte enthalten Zink in sehr unterschiedlicher Konzentration (Tab. 2.5). 100 g Leber bzw. Lammfleisch beispielsweise enthalten 5–6 mg Zink.

Etwa 10 mg Zink/Tag lassen sich auf der Grundlage der in Tab. 2.5 zusammengestellten Lebensmittel bei entsprechender Vielfalt gerade erreichen. Vielfalt setzt aber die entsprechenden Haushaltsmittel voraus. Wiederum stellen die tierischen Lebensmittel wichtige Quellen dar, weil die Bioverfügbarkeit hier sehr viel besser ist als aus pflanzlichen (Nüsse ausgenommen). Somit ist Getreide, besonders Sojamehl, erst in zweiter Linie eine wichtige Zinkquelle.

 
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