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7. Scbwierigkeiten der Verkniipfung von betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Anforderungen an die Verrechnungspreise

Die Ausfi.ihnmgm haben gezeigt, dass das Thema der Verrechnungspreise recht kom pliziert ist. Zur Verrechnungspreisbestimmung muss ein Verrechnungspreissystem im Unternehmen etabliert werden. Dies hort sich jedoch leichter 1111 als es ist. These Ver rechnungspreissysteme miissen sowohl betriebswirtschaftlichen wie auch steuerlichen Anfordenmgen geniigen. Die Ver7.3hmmg dieser Funktionen stellt sich allerdings als eine Herausforderung fiir die Unternehmen heraus. Natiirlich muss einerseits den be triebswirtschaftlichen Funktionen der Verrechmmgspreise R.echmmg getragen werden, aber auf der andererseits muss in gleichem MaBe die externen Forderungen seitens der Die erste Frage die im Untemehmen gekliirt den muss ist, ob einheitliche oder wr schiedene Thmsferpreise wrwendet werden sollen. Danach bestimmt sich auch das Gnmdgerilst des jeweiligen Verrechnungspreissystems. Aus diesem Grund werden Ein- und Mehr-Kreis-Systeme unterschieden. Ein-Kreis-Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen einheitlichen Verrechmmgspreis darstellen, der fiir mehrere Zweck:e wrwendet wird Das bedeutet, dass dieser Verrechmmgspreis einerseits fiir die internen Steuerungszweck:e wrwendet wird und andererseits aber auch fiir die ex terne Bilanzierung sowie steuerliche Ergebnisermittlung.

These Vorgehensweise fiihrt dazu, dass geringere Kosten im Aufbau anfallen, ein ge ringerer Pflegeaufwand fiir das System aufgebracht werden muss sowie der Kommu nikationsaufwand geringer ausflillt. Jedoch haben diese Vereinfachungen auch erhebli che Nachteile. In dieser Konstellation kmm es durchaus dazu kommen, dass Konflikte zwischen den betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Zielen entstehen. So kmm es passieren, dass das System steuerlich korrekt ausgerichtet ist, jedoch von der betriebswirtschaftlichen Seite her kOnnen Risilren bestehen, die zu Verlusten im Untemehmen fiihren. Diese Probleme resultieren daraus, dass Ein-Kreis-Systeme die verschiede nen Zielsetzungen nur durchschnittlich bei der Gestaltung der Verrechm.mgspreise be riicksichtigen, aus elem Gnmd, da bier ein einheitlicher Verrechnungspreis verwendet wird.

Mehr-Kreis-Systeme hingegen nden verschiedene Verrechnungspreise, die nach ihrem betriebswirtscbaftlichen internen Zweck bzw. steuerlichen externen Zweck aus gerichtet sind. Durch diesen Systemaufbau k.Onnen die wrher geschilderten Kon flikte zwischen betriebswirtscbaftlichen und steuerlichen Zielen bei Ein-Kreis Systemen vermieden werden. Dies bedeutet nicht, dass Fehlsteuerungen oder falsche Anreiz.e in diesem System vellig ausgeschlossen werden k.Onnen, aber es kann mit Sicherheit gesagt werden, dass diese Probleme in diesem Rahmen weniger aufueten.

Bei Gestaltung der Verrechm.mgspreise fiir das betriebswirtscbaftliche und steuerliche System sollte jedoch darauf geachtet werden, dass beide Preise keine allzu groBen Un terschiede aufweisen. Hierbei kOnnte es ansonsten zu Problem.en im Rahm.en der Be triebspriifung kommen.so Sirul zu groBe Unterschiede zwischen den beiden Verrech nungspreisen, so wird der betriebswirtscbaftliche Preis als der angemessenere wn bei den betrachtet. Dies hat zur Folge, dass dieser nun auch fiir die steuerlichen Zwecke

herangezogen wird. Ans diesem Grund sollte die Abstimmung der betriebswirtschaft lichen und steuerlichen Verrechnungspreise in enger Abstimmung erfolgen. Unver kennbar ist hierbei, dass Mehr-Kreis-Systeme einen groBeren Bearbeitungsaufwand nach sich ziehen, sei es imAufbau oder in der Pflege des Systems. Gleich7.eitig bedeu tet dies auch einen hOheren Kommunikationsaufwand. Beide Systeme haben ihre Vor und Nachteile. Es gibt keine Vorschriften beziiglich der Verwendung der Reinformen.

Aus diesem Gnmd sind in der Praxis haufiger Mischformen beider Systemc vorzufin den, die die eim.elnen Vorteile beider Systeme miteinander verbinden.

 
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