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4.6 Auswertung der globalen Intervallkumulation

Nachdem in den vorhergehenden Gliederungspunkten jedes einzelne der vier getesteten Intervalle einer kumulierten Betrachtung unterzogen worden ist, soll final eine globale Zusammenfassung erfolgen, welche jeweiligen Ergebnisse von welchem Markttechnischen Handelssystem über alle vier Beobachtungszeiträume erbracht worden sind. Diesem Zweck soll die nachfolgende Übersicht dienen:

Cowabunga

Daily20Pips [D20P]

Daily Stochastic Oscillator System

Turtle Soup

Trades gesamt

316

2.575

256

235

Erfolgssignale

222

1.653

182

160

Fehlsignale

94

922

74

75

Erfolgsquote

70,25%

64,19%

71,09%

68,09%

Rendite brutto in Pips

8.280

21.490

3.240

2.550

Transaktionskosten in Pips

632

5.150

512

470

Rendite netto in Pips

7.648

16.340

2.728

2.080

Margin in GE

120.000

120.000

120.000

120.000

Positioning Size in GE

10

10

10

10

Überschussrendite in GE

76.480

163.400

27.280

20.800

RORAC

0,6373

1,3617

0,2273

0,1733

Tabelle 20: Globale Trading-Ergebnisse der Markttechnischen Handelssysteme, kumuliert

Wie der Tabelle entnommen werden kann, stellt sich das Handelssystem Daily20Pips [D20P] als bestes der vier getesteten dar. Es erwirtschaftete mit 163.400 Geldeinheiten die mit Abstand höchste Überschussrendite, woraus sich auch der größte RORAC in Höhe von 1,3617 ableitet. Mit diesem Resultat ist das Handelssystem das einzige in der Untersuchung, welches die eingesetzte Margin deutlich mehr als verdoppeln konnte, was angesichts der niedrigsten Quote im Verhältnis von erfolgreich glatt gestellten zu insgesamt eröffneten Positionen bemerkenswert ist. Als Ursache ist eindeutig die sehr hohe Sensitivität des Systems identifiziert, welche zwar horrende Transaktionskosten nach sich zieht, letztlich aber eine solche Quantität an Positionen hervorbringt, die selbst unter Berücksichtigung der schlechtesten Erfolgsquote eine beträchtliche Überschussrendite zur Folge hat. Auf dem zweiten Rang folgt das Handelssystem Cowabunga. Die realisierte Überschussrendite in Höhe von 76.480 Geldeinheiten beschert ihm einen RORAC von 0,6373. Mit diesen Ergebnissen liegt das System zwar deutlich hinter dem bereits ausgewerteten System Daily20Pips [D20P], allerdings ebenso deutlich vor den beiden antizyklischen Handelssystemen. Verantwortlich für diese Positionierung sind die adäquat hohe Sensitivität und die zweithöchste Erfolgsquote bei Trades, sowie insbesondere die große Range, welche es dem System ermöglicht, an identifizierten Trends verhältnismäßig lange zu partizipieren, bevor ein Touchieren der Take Profit Marke den Trade glatt stellt. Als drittbestes Handelssystem stellt sich das Daily Stochastic Oscillator System heraus. Es erwirtschaftet eine Überschussrendite in Höhe von 27.280 Geldeinheiten, woraus sich ein RORAC von 0,2273 errechnet. Als beachtenswert erweist sich die Erfolgsquote von 71,09 %, welche die höchste aller Handelssysteme in der Untersuchung ist, sodass das Daily Stochastic Oscillator System in der Interpretation am ökonomischsten seine Chancen verwertet, allerdings bleibt ihm ein besseres Endresultat auf Grund der niedrigen Sensitivität verwehrt. Die eben getroffenen Feststellungen gelten ebenso für das Handelssystem Turtle Soup. Obgleich beide antizyklischen Handelssysteme erstaunlich ähnliche Daten hervorbringen, ist es letztlich der niedrigeren Erfolgsquote geschuldet, dass keine höhere Platzierung erreicht wurde. Zudem liegt die Anzahl an eröffneten Positionen und damit die Sensitivität noch unter jener des Daily Stochastic Oscillator Systems. Turtle Soup schließt die Untersuchung mit einer erwirtschafteten Überschussrendite in Höhe von 20.800 Geldeinheiten und einem RORAC von 0,1733 ab. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass in der globalen Auswertung bewusst darauf verzichtet worden ist, sowohl die Sharpe Ratio als auch die Sortino Ratio zu erheben und als Bestandteile der Auswertung zu vereinnahmen. Diese Entscheidung soll damit begründet werden, dass die Streuungsmaße [Standardabweichung und Ausfallstandardabweichung] der Handelssysteme zwischen den einzelnen Testintervallen unter Beachtung der Gegebenheiten ihres Zustandekommens derart variierten, dass ein einheitlicher Annualisierungsfaktor – obgleich mathematisch formal möglich – zu zweifelhaften Ergebnissen geführt hätte und deswegen von einem Vergleich aus dem Blickwinkel einer sinnvollen Interpretation abgesehen wurde.

 
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