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a. Strategien für die Unternehmensbereiche

Diese Fragen richten sich an Unternehmen, die in unterschiedlichen Geschäftsfeldern tätig sind. Wenn sich ein Unternehmen auf ein Geschäft konzentrieren sollte, würden sich die Fragen auf einzelne Segmente, strategische Geschäftseinheiten oder Ergebniseinheiten beziehen. Jeannet formuliert folgende Fragen:

Wie viele Unternehmensbereiche sollten tatsächlich auf globaler Ebene tätig sein?

Die Beantwortung dieser Frage wird durch die Ausprägung der globalen Logik (das Vorhandensein eines Zwangs zur Globalisierung für ein Unternehmen) wesentlich beeinflusst.

Gibt es Unternehmensbereiche mit ausdrücklich globalen Mandaten?

Wenn ein Unternehmen eine ausgeprägte globale Grundhaltung besitzt, müssten alle Unternehmensbereiche, die zur Globalisierung gezwungen werden sollen, mit einem globalen Mandat ausgestattet sein. Dies stellt sicher, dass die Zentrale den Prozess steuert und öffentliche Ziele für jede ihrer Einheiten festlegen kann. All dies deutet auf ein hohes Global Mindset eines Unternehmens hin.

Wie hoch ist das Geschäftsvolumen der Unternehmenseinheiten, die unter ausdrücklichen globalen Mandaten arbeiten?

Anhand dieser Frage soll ausgeschlossen werden, dass Unternehmen falsche Bereiche mit einem globalen Mandat ausstatten. Sollte ein Unternehmen einen hohen Anteil seines Geschäftsvolumens in Bereichen lukrieren, die mit einem globalen Mandat ausgestattet sind, wäre dies ein Indiz für ein ausgeprägtes Global Mindset.

Wie viele Einheiten verfolgen eine formale globale Strategie?

Hier soll jedoch nicht nur die Verteilung von globalen Mandaten und die globale Logik betrachtet werden. Wenn ein Unternehmen tatsächlich eine globale Grundhaltung besitzt, hat es, zusätzlich zu den oben genannten Maßnahmen, formale Strategien entwickelt, schriftliche Pläne verfasst und klar dokumentierte Ziele festgelegt.

b. Die Analyse des Reservoirs an Managementtalenten

Neben einer globalen Strategie muss ein Unternehmen auch über Manager verfügen, die global denken. Um herauszufinden, ob diese vorhanden sind, formulierte Jeannet folgende Fragen:

Wie viele Manager betrachten ihre Tätigkeit unter globalen Gesichtspunkten?

Sollte ein Unternehmen zwar global ausgerichtet sein, seine Führungskräfte aber eine nationale oder multinationale Perspektive haben, können globale Strategien nicht umgesetzt und somit ein Global Mindset nicht gefördert werden.

Wie viele Manager auf der oberen Führungsebene handeln gemäß globalen Mandaten?

Eine hohe Zahl an verteilten globalen Mandaten ist ein Indiz für die ausgeprägte globale Perspektive eines Unternehmens.

Abb. 4.1 Fingerabdruck der globalen Perspektive bzw. des Global Mindset nach Jeannet (2000)

c. Die Analyse der Organisation

Die Organisation eines Unternehmens muss einem Global Mindset entsprechen. Andernfalls kann der maximale Effekt einer globalen Perspektive nicht genutzt werden. Die folgenden Fragen richten sich auf die Organisation eines Unternehmens.

Auf welcher Ebene ist die geografische Trennlinie in der Organisation zu erkennen? Wie viele Funktionsmanager erfüllen globale Mandate?

Wie viele Teams oder Task Forces haben globale Mandate? Welchen Umfang hat die globale Informationstechnologiestruktur?

Als nächstes stellt sich die Frage, wie ein organisationales Global Mindset dargestellt werden kann.

Anhand der oben behandelten Fragen wurde die Position des Unternehmens hinsichtlich des Global Mindset festgestellt. Jeannet entwickelte ein „Spinnennetz“, das die Ausdehnung des Global Mindset eines Unternehmens darstellt. Um den Fortschritt in jeder Dimension darzustellen, muss man sich vom Mittelpunkt des Diagramms (keinerlei Globalisierung in der betreffenden Dimension) auf der entsprechenden Achse nach außen bewegen. Somit entsteht ein Fingerabdruck eines Unternehmens, der zeigt, inwieweit ein Unternehmen sein „globales Potenzial in Bezug auf Strategie, individuelle und Organisationsfähigkeiten nutzt“. Die grafische Darstellung des Global Mindset erlaubt es nun, die Resultate auszuwerten und mit der Diagnose der globalen Strategie für einen gegebenen Unternehmensbereichs zu verknüpfen. Ein Unternehmen muss zunächst ein Global Mindset besitzen, d. h., es muss global denken können, bevor es eine globale Strategie verfolgt. Jeannet drückt dies wie folgt aus: „Die unternehmensumspannende globale Perspektive muss das Unternehmen in die Lage versetzen, jegliche globale Strategie umzusetzen.“

Abbildung 4.1 zeigt, wie ein solches „Spinnennetz“ aussehen kann und wo Unternehmen sich dann positionieren:

 
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