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2.2.2 European Payment Council – der „Interessenvertreter“

Das EPC ist im Jahr 2002 als Interessenvertretung der europäischen Kreditwirtschaft und der Europäischen Union mit dem Ziel der Steuerung der SEPAAktivitäten gegründet worden. [1] Dieser Schritt ist notwendig geworden u. a. durch die auf dem Vertrag von Maastricht, der Lissabon-Agenda und der EUPreisverordnung basierenden Gesetzgebungen[2], die oftmals im Widerspruch zu den Interessen der Banken gestanden haben und dennoch umgesetzt werden mussten. Um aus Sicht der Banken bei künftigen Entscheidungen der Regulatoren, insbesondere bei SEPA, eine einheitliche Interessenvertretung im Zahlungsverkehr zu haben, haben sich die Banken geeinigt, das EPC zu gründen. [3]

Das Aufgabengebiet des EPC umfasst seit der Gründung die Koordination der europäischen Banken und Verbände im Sinne einer Selbstregulierung. Um diese zu gewährleisten, erstellt das EPC u. a. strategische Vorgaben und Richtlinien für die Marktseite. Zudem obliegt dem EPC die Formulierung der Entscheidungen innerhalb der SEPA. Beispielhaft lassen sich für die wichtigsten Aufgaben des EPC im SEPA-Zahlungsverkehr die Entwicklung der gemeinsamen europäischen Regeln (sogenannte SEPA-Rulebooks und SEPA-Frameworks) für SEPA-Überweisungen, SEPA-Lastschriften und SEPA-Kartenzahlungen für die Kreditwirtschaft aufführen, die erstmals im Jahr 2006 (SCF) und 2008 (SCT und SDD) veröffentlicht worden sind. [4] Zudem erweitert das EPC kontinuierlich und in Abhängigkeit von den SEPA-Regularien sein Aufgabenspektrum, weshalb vom EPC u. a. auch Themen wie die SEPA-Mobile oder SEPA-B2B abgedeckt werden. [5]

Eine weitere Zielsetzung des EPC umfasst die Entwicklung der auf SEPA bezogenen Zahlungsschemes und Frameworks, die notwendig sind, um die SEPA zu verwirklichen. Insbesondere zählen dazu auch die Erarbeitung von strategischen Richtlinien für Standardisierungen in der Kreditwirtschaft, die Festlegung von grundsätzlichen Regeln für SEPA-Zahlungsdienstleistungen, Best-PracticesAnsätze sowie die Unterstützung und Überwachung von Entscheidungen innerhalb der SEPA. [6]

  • [1] Weiterhin ist das EPC eine Non-Profit Organisation (Organisation Diagramm siehe Anlage 3, die alle Ergebnisse kostenlos zur Verfügung stellt und veröffentlicht. Das EPC versteht sich nicht als Anbieter von Technologien, Waren oder Dienstleistungen. Zu den aktuell rund 74 Mitgliedern zählen neben den europäischen Bankenverbänden vor allem nationale Bankenverbände und große Kreditinstitute.
  • [2] Beispielhaft: Europäisches Parlament; Rat der Europäischen Union (14/02/1997); Europäisches Parlament; Rat der Europäischen Union (9/10/2009).
  • [3] Vgl. europeanpaymentscouncil.eu/content.cfm?page = what_is_epc.
  • [4] Weitere Regelwerke und Themenfelder des EPC in Bezug auf SEPA sind u. a. das SEPA B2B Direct Debit Rulebook (2007), SDD B2B Additional Optional Services (AOS) (2007), das SEPA Core Direct Debit Rulebook (2007), SDD Core Additional Optional Services (AOS) (2007), das SDD Mandate, IBAN und BIC (2007), die ISO 20022 Message Standards (SEPA Data Formats) (2007), SDD Scheme-Compliant Clearing and Settlement Mechanisms (CSMs) (2007), die EPC Approval of Certification Authorities (2009), die Richtlinie der Adherence Process für SEPA Core Direct Debit Schemes und für SEPA B2B Direct Debit Schemes (2009).
  • [5] Vgl. European Commission (2009b, S. 9); europeanpaymentscouncil.eu.
  • [6] Vgl. European Central Bank (2006a, S. 8); europeanpaymentscouncil.eu.
 
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