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5.3 Kritische Würdigung und Ansatzpunkte für weitere Analysen

Aufgrund der schlechten betriebswirtschaftlichen Erforschung des Weiterbildungsmarktes sieht der Autor branchenspezifische Verbände und bildungsnahe, oft durch Bund und Länder geförderte, Forschungseinrichtungen in der Pflicht, zukünftig bessere Daten zu erheben. Um die eingangs beschriebene Akademikerlücke zu schließen und der politischen Forderung nach LLL gerecht zu werden, müssen private Unternehmen für einen Markteintritt oder ein stärkeres Engagement in der WB motiviert werden. Diese werden gleichwohl nur aktiv, wenn sie ihre Investitionen in den Weiterbildungsmarkt auf Basis betriebswirtschaftlicher Analysen planen und durchführen können.

Darauf aufbauend lag eine weitere Schwierigkeit darin, dass finanzielle Potential der einzelnen Geschäftsmodelle abzuschätzen. Je nach den eingesetzten IKT können sich die Investitionen in die vorgestellten Geschäftsmodelle stark unterscheiden. Auch Simon (2006) bemerkt dazu, dass E-Learning-Investitionen mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden sind, die genauen Initialausgaben jedoch nur schwer festzulegen sind. Zudem ist eine Abschätzung der Ertragspotentiale auf Basis der jetzigen Marktdaten nur schwer möglich. Es wurde in Kap. 4 daher versucht, die Treiber der einzelnen Geschäftsmodelle zu ermitteln und so zumindest die betriebswirtschaftliche Legitimation der Modelle zu beschreiben.

Im Rahmen der Recherchen für diese Arbeit wurden keine Veröffentlichungen gefunden, die das Potential des Weiterbildungsmarktes aus Sicht von Fachverlagen untersuchen. Insoweit können die vorliegenden Analysen als Initialuntersuchungen zu diesem Thema gesehen werden. Weitere, womöglich durch eingehende Datenerhebungen gestützte Marktanalysen stehen noch aus und können womöglich in den nächsten Jahren zur wissenschaftlichen Diskussion beitragen.

 
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