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Anwendungsbeispiel: Das Kennzahlensystem eines Spielwarenhändlers

Ein Spielwarenhändler betreibt 15 Filialen in einer weiträumigen Region. Die Filialen befinden sich in unterschiedlich strukturierten Lagen, in Einkaufszentren, Fußgängerzonen, in 2B-Lagen, aber auch als Shop-in-the-Shop in einem großen Supermarkt. Der Vergleich der Wertschöpfungsbeiträge der 15 einzelnen Filialen gestaltet sich somit kompliziert: Kostenstruktur, Kostenhöhe, Umsätze, Warenumschlaghäufigkeit und Handelsmargen sind nicht vergleichbar. Der Geschäftsführer, zugleich Vertriebsleiter, setzt sich mit seinem (Vertriebs-)Controller zusammen. Zielsetzung ist, ein Kennzahlensystem zu erarbeiten, mit dem sich die „Performance“ der Filialen messen und vergleichen lässt, um diese zu steuern, aber auch, um entscheiden zu können, ob und wenn ja auf welche Art von Filialen der Händler in Zukunft setzen sollte.

Als Dateninputquellen möchten sie sich auf die Kostenrechnung sowie die Verarbeitung der Daten der elektronischen Kassensysteme beschränken. Zusatzarbeiten, die zur Erhebung von Inputdaten dienen, sollen keine anfallen. Damit schließen sie die Messung „weicher“ Faktoren aus, etwa dem von Kunden empfundenen Einkaufserlebnis in der jeweiligen Filiale.

Schritt 1: Berechnung des Filialgewinns auf Basis von Daten der Kostenrechnung

Der erste Schritt ist der naheliegende, nämlich die Berechnung des monetären Filialerfolgs. Zielgröße ist der Filialgewinn. In diesem werden der Umsatz der Filiale, die variablen Kosten in Form des Wareneinstands sowie alle filialbezogenen Fixkosten erfasst. Das Kennzahlenschema bis zu diesem Zwischenschritt könnte wie in Abb. 6.1 dargestellt aussehen, wobei hier aus Gründen der Übersichtlichkeit auf

Abb. 6.1 Kennzahlenschema zur Berechnung des Filialgewinns

die Argumente (Spezifizierungen in tief gesetzten Klammern) zur Beschreibung der jeweiligen Daten verzichtet wurde.

Eventuell wird dieses Schema noch zu ergänzen sein, wenn z. B. bisherige Kosten nicht erfasst wurden, sich aber noch als wichtig erweisen sollten. Der Filialgewinn fließt als erste Kennzahl in das Schema, das in Abb. 6.4 dargestellt ist.

Schritt 2: Einbeziehung von Faktoren, die nicht auf Daten der Kostenrechnung basieren

Der zweite Schritt ist, den Filialgewinn als Kennzahl weiter zu qualifizieren, denn der Gewinn alleine reicht sicherlich nicht aus, den Wertbeitrag einer Filiale für das Unternehmen zu messen. So möchten der Geschäftsführer und sein Controller noch weitere Faktoren in die Berechnung der Filialperformance einfließen lassen, von denen drei typische in Tab. 6.1 beschrieben sind.

Tab. 6.1 Faktoren, die mit dem Filialgewinn in einem Kennzahlenschema kombiniert werden sollen

 
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