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Fazit: Wozu taugen Kennzahlen und Kennzahlensysteme?

Das Anwendungsbeispiel liest sich sperrig. Es ist nicht einfach zu verstehen und es vermengt objektiv nachvollziehbare Schritte mit solchen, die durchaus auch anders hätten gemacht werden können. Aber die Idee eines Kennzahlensystems wird deutlich: Es ist sowohl ein System mathematischer Verknüpfungen von Inputdaten, um aus einem „Zahlensalat“ einige wenige Schlüsselkenngrößen zu machen, als auch ein Managementinstrument, das die unternehmerische Zielsetzung durch Korrekturfaktoren einerseits und die Art und Reihenfolge der Verknüpfung andererseits widerspiegelt.

Kennzahlensysteme dienen der Vereinfachung. Und damit wird eine Forderung aus Kap. 2 verständlich: Die Dokumentation. Jeder, der mit Kennzahlen bzw. Kennzahlensystemen arbeitet, muss wissen, wie sie zustande kommen und wie sie zu interpretieren sind. Schon ein Missverständnis im Zeitbezug oder in der Abgrenzung der Inputdatenbereiche führt zu einem Fehler, der – das ist das Fatale – nicht auffällt, wenn nur auf das Endergebnis geschaut wird. Werden sie jedoch richtig genutzt, sind sie phantastische Instrumente, die helfen, eine komplexe unternehmerische Welt zu vereinfachen, um sie begreifen und gestalten zu können.

Literatur

Groll, K.-H.: Das Kennzahlensystem zur Bilanzanalyse. 2. Auflage, Hanser, München 2004. Kühnapfel, J.: Vertriebscontrolling, Kapitel „Kennzahlen als Rückgrat des Vertriebscontrol-

lings“, Springer-Gabler, Wiesbaden 2013, S. 52–83.

Probst, H.-J.: Kennzahlen. Richtig anwenden und interpretieren. Redline, München 2012. Reichheld, F. F.: The One Number You Need to Grow. Harvard Business Review, Dezember

2006, S. 46–54.

Reichmann, T.: Controlling mit Kennzahlen. 8. Auflage, Vahlen, München 2011. Reinecke, S.: Marketing- und Verkaufskennzahlen.Werd, Zürich 2004.

Schneider, W., Henning, A.: Lexikon Kennzahlen für Marketing und Vertrieb. 2. Auflage, Springer, Berlin, Heidelberg 2008.

 
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