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1.1 Problemstellung

Der Übergang von der Quotenkonsolidierung zur Einbeziehung nach der Equity Methode kann für Unternehmen unter Umständen beträchtliche Auswirkungen haben. Im Wesentlichen lassen sich diese folgendermaßen zusammenfassen:

- Der gesamte Ergebnisbeitrag eines Tochterunternehmens wird nur mehr im Finanzergebnis dargestellt.

- Der Umsatzanteil, Margenbeitrag oder EBITDA-Anteil des Tochterunternehmens wird nicht mehr in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.

Anteilige Vermögenswerte und Schulden werden nicht mehr im Konzernabschluss gezeigt, da die Beteiligung nach der Equity Methode bewertet wird.

Aus diesen Gründen können sich erhebliche Auswirkungen auf die Konzernabschlüsse von Unternehmen ergeben, wodurch eine frühzeitige Analyse dieser Auswirkungen notwendig erscheint.

Im Rahmen einer Studie von Leitner-Hanetseder und Stockinger wurden die Auswirkungen für Unternehmen im ATX Prime, DAX-30, MDAX und TecDAX erhoben. Hierbei wurde festgestellt, dass von insgesamt 150 Unternehmen, welche in der Grundgesamtheit enthalten waren, insgesamt 91 Unternehmen Joint Ventures bilanzieren. Von diesen 91 Unternehmen geben 30 Unternehmen an, ihre Joint Ventures quotal in den Konzernabschluss einzubeziehen. In der Studie zeigte sich, dass Unternehmen generell über alle Indizes hinweg die Equity Methode für Joint Ventures präferieren, jedoch wäre zumindest ein Drittel der Unternehmen, welche ihre Joint Ventures bisher quotal konsolidieren, von der Umstellung betroffen.

1.2 Zielsetzung

Durch die Neuregelung ist eine Veränderung der Geschäftsberichte von Unternehmen, welche nach IFRS bilanzieren, zu erwarten. Zudem können sich je nach Ausmaß der bisher anteilig einbezogenen Unternehmen wesentliche Veränderungen auf Financial Covenants von Unternehmen ergeben. Ziel der Arbeit ist es, durch die Analyse von Geschäftsberichten von DAX Unternehmen aus dem Jahr 2011 die Veränderungen, welche sich aufgrund des neuen Bilanzierungsstandards ergeben, abzuleiten. Zudem soll die Frage beantwortet werden, ob sich relevante Financial Covenants durch die Equity Methode wesentlich verändern werden.

Die Forschungsfragen sind daher:

• Welche Auswirkungen hat die Umstellung von Quotenkonsolidierung auf Equitykonsolidierung auf Bilanz und GuV von DAX 30 Unternehmen (ohne Finanzdienstleister)?

• Gibt es durch die Umstellung einen maßgeblichen Einfluss auf gängige Financial Covenants?

Um die Forschungsfragen zu beantworten, erfolgt eine qualitative Analyse von Geschäftsberichten von DAX Unternehmen aus dem Jahr 2011 mittels deskriptiver Statistik. In der darauffolgend statischen Simulation sollen die Geschäftsberichte nach bisherigen Bilanzierungsstandards den jeweiligen zu erwartenden Ergebnissen gegenübergestellt werden. In diesem Rahmen bilden die jeweiligen Konzernabschlüsse die Eingangsgrößen (Faktoren) und die Financial Covenants die Ergebnisgrößen, welche sich durch die Simulation verändern. Die Simulation soll sich dabei nach den Kriterien von V&V (Verifikation und Validation) richten.

1.3 Aufbau und Struktur

Im Rahmen dieser Arbeit wird eingangs die Relevanz von IFRS für die Rechnungslegung von börsennotierten Konzernen innerhalb der EU betrachtet. Darauf aufbauend erfolgt die Darstellung der aktuellen Bilanzierungsstandards für Joint Ventures. Im Weiteren werden die Änderungen durch die Neuregelungen von IFRS 11 untersucht.

Das Kapitel 4 – Covenants beschäftigt sich anschließend mit der Analyse und der Auswahl von relevanten Financial Covenants, welche für die empirische Erhebung und anschließende Simulation benötigt werden.

Im Kernstück der Arbeit, der empirischen Analyse, erfolgt eine Synthese der zuvor erarbeiteten Erkenntnisse. Hierbei werden für DAX Konzerne die Veränderungen von relevanten Financial Covenants dargestellt. Hierzu werden diese anfangs nach dem heutigen Standard berechnet und anschließend erfolgt eine Simulation der Umstellung des Bilanzierungsstandards von Joint Ventures auf die Equity Methode. Abschließend werden die Financial Covenants gegenübergestellt.

Abschließend wird versucht, basierend auf den Erkenntnissen aus der Simulation, eine Handlungsempfehlung abzugeben.

 
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