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5.3 Annahmen zur Simulation / Modellformalisierung

In den vorhergehenden Abschnitten wurde die Ausgangslage der Unternehmen beschrieben. Für die Durchführung der Simulation, in welcher ein fiktiver Übergang der Quotenkonsolidierung zur Equity Konsolidierung unterstellt wird, müssen gewisse Annahmen getroffen werden, da die Informationslage in den jeweiligen Geschäftsberichten nicht ausreichend ist, um eine vollumfänglich korrekte Darstellung in der Simulation durchzuführen.

Der Detailgrad der Simulation beschränkt sich auf die „Major Assets and Liabilities“, da von den Unternehmen im Geschäftsbericht keine detaillierteren Angaben zu den Joint Ventures gemacht wurden.

5.3.1 Eigenkapital der Joint Ventures

Da die jeweiligen Eigenkapitalwerte bzw. beizulegenden Zeitwerte der Joint Ventures nicht detailliert in den jeweiligen Geschäftsberichten der Konzerne angegeben sind, wird in dieser Simulation angenommen, dass der Equity Ansatz am Joint Venture dem Eigenkapital, welches im Jahresabschluss 2011 offengelegt wurde, entspricht. Sofern das anteilige Eigenkapital nicht gesondert dargestellt wurde, wird dieses als Delta zwischen anteiligem Gesamtvermögen sowie anteiligen Schulden berechnet. Für den Übergang wird davon ausgegangen, dass alle Beteiligungen, welche bisher quotal in den Konzernabschluss einbezogen werden, zukünftig nach der Equity Methode bilanziert werden müssen.

OCI Rücklagen bzw. Rücklagen aus der Währungsumrechnung finden in dieser Simulation keine Betrachtung, da der Informationsstand hierfür nicht ausreichend ist.

Das errechnete Eigenkapital war in allen Fällen in Summe positiv. Ein etwaiges negatives Eigenkapital eines einzelnen Joint Ventures wurde daher nicht berücksichtigt.

Eventuelle Effekte aus einer PPA werden ebenso nicht betrachtet.

5.3.2 Goodwill

Im Rahmen der Simulation wird davon ausgegangen, dass ein Impairmenttest im Rahmen des Übergangs der Konsolidierungsform zu keinem Ergebnis führt und daher kein Abwertungsbedarf vorhanden ist.

5.3.3 Gewinn- und Verlustrechnung

Die Daten, welche von den Konzernen bezüglich der Anteile von quotal einbezogenen Gesellschaften an der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung bereitgestellt werden, divergieren ebenfalls sehr stark. In einigen Fällen werden Umsatzerlöse, Aufwendungen, EBIT sowie EGT dargestellt. In manchen Fällen beschränkt sich die Angabe jedoch auf die Summe der Aufwendungen und Erträge. Im Rahmen dieser Simulation werden daher, sofern keine weiteren Informationen vorliegen, die Erträge als Umsatzerlöse angenommen. Sofern möglich, wurden die Aufwendungen im Verhältnis auf die übrigen Posten der Ergebnisrechnung verteilt. Falls notwendig wurden Korrekturen im Bereich der operativen Aufwendungen durchgeführt, um das korrekte Gesamtergebnis zu erzielen.

Die Darstellung des Ergebnisses aus der Equity Konsolidierung erfolgt im Rahmen dieser Simulation im Finanzergebnis.

5.3.4 Konsolidierungseffekte

Im Rahmen der quotalen Einbeziehung von Tochterunternehmen werden im Zuge des Konzernabschlusses die Geschäftsbeziehungen, welche mit anderen Konzernunternehmen stattgefunden haben, anteilig eliminiert. Dies umfasst die Schuldenkonsolidierung, Aufwands- und Ertragseliminierung, Zwischengewinneliminierung sowie die Kapitalkonsolidierung. Im Rahmen dieser Simulation können die Effekte aus den ersten drei Schritten der Konsolidierung nicht berücksichtigt werden, da das vorliegende Datenmaterial nicht ausreichend ist.

 
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