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6.2.1 Untersuchung der Messwiederholungen

An den Elektroden (Cz, P3, Pz, P4) konnte ermittelt werden, dass bei der Untersuchung der Variablen ein hochsignifikanter Unterschied zwischen den einzelnen Subjekten (Probanden) festzustellen ist (F(4,58) = .839, p < 0.0005). Innerhalb der Subjekte ist zudem ein hochsignifikanter Unterschied zwischen den einzelnen Bedingungen auszumachen (F(12,50) = .571, p < 0.0005). Für den Faktor Bedingung*Gruppe [Gruppe 1 (richtige Antwort) und 2 (falsche Antwort)] wurde kein signifikanter Vergleich berechnet (Abbildung 24).

Abbildung 24: Multivariate Tests: Beispielhafte Darstellung der Ergebnisse (für Elektrode Pz)

Quelle: Eigene Darstellung

Im Rahmen der Messwiederholungs-Varianzanalyse wurde ebenfalls eine univariate Varianzanalyse (siehe Abbildung 25) als Vergleich zwischen den Subjekten für jeden Frequenzbereich errechnet. Die Bedingungen wurden dabei zusammengefasst. Verwendet wurden hier die Greenhouse-Geisser korrigierten p-Werte, da der Mauchly Test auf Sphärizität generell unterschiedliche Varianzen anzeigt.

Abbildung 25: Beispielhafte Ergebnisse der Tests auf Univariate (für Elektrode Pz)

Quelle: Eigene Darstellung

Messwiederholung an P3

Es kann festgestellt werden, dass die Bedingung „Closed-Eyes“ über alle Frequenzbereiche bei Gruppe 1 deutlich erkennbar höhere Messwerte als bei Gruppe 0 aufweist. Auffällig ist, dass die Werte im Alpha1-, Alpha2- und BetaBereich bei den anderen Bedingungen relativ ähnlich hohe Werte zeigen. Eine Ausnahme bildet hierbei wiederum der Theta-Bereich, der bei der Bedingung „Rechnen“ bei beiden Gruppen einen deutlich höheren Wert als bei den Bedingungen „Fixationskreuz“ und „Lesen“ aufweist. Zudem unterscheiden sich die Theta-Werte bei Gruppe 1 zwischen Bedingung „Rechnen“ und Bedingung „Fixationskreuz“ deutlich stärker als bei Gruppe 2.

Messwiederholung an P4

Bei der Bedingung „Closed-Eyes“ kann auch hier ein deutlich höherer Theta-, Alpha1- und Alpha2-Wert festgestellt werden. Nur beim Beta-Wert liegen die Bedingungen „Closed-Eyes“, „Lesen“ und „Fixationskreuz“ nah beieinander. Der Beta-Wert beim „Rechnen“ reißt hingegen sehr stark nach oben aus.

Auffällig ist, dass sich der Theta-Wert der Gruppe 0 bei den Bedingungen “Closed-Eyes“ und „Rechnen“ nur marginal unterscheiden, wohingegen Gruppe 1 deutliche Unterschiede beim Theta-Wert aufweist.

Messwiederholung an Pz

Auffällig ist, dass sich die Profildiagramme an Pz über alle Frequenzbereiche innerhalb der verschiedenen Bedingungen nicht deutlich von denen an P4 unterscheiden. Auch hier ist zu erkennen, dass sich der Theta-Wert der Gruppe 0 bei den Bedingungen “Closed-Eyes“ und „Rechnen“ nur geringfügig unterscheidet, hingegen bei Gruppe 1 deutliche Unterschiede beim Theta-Wert erkennbar sind.

Messwiederholung an Cz

Auch die Werte von Alpha1, Alpha2 und Beta über Cz verhalten sich ähnlich bei allen Bedingungen wie bei Pz und P4. Auch hier hebt sich bei den Alpha1- und Alpha2-Werten nur die Bedingung „Closed-Eyes“ und beim Beta-Wert die Bedingung „Rechnen“ deutlich ab. Die Messung über Cz grenzt sich zu den Messungen über den Elektroden Pz und P4 jedoch dadurch ab, dass sich die Theta-Werte, ähnlich wie bei P3, sich bei den Bedingungen „Closed-Eyes“ und „Rechnen“ deutlich von den anderen beiden Bedingungen abheben.

 
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