Menü
Start
Anmelden / Registrieren
Suche
 
Start arrow Sozialwissenschaften arrow Gesellschaftliches Engagement im Profifußball
< Zurück   INHALT   Weiter >

2 Theoretische Grundlagen zu Corporate Citizenship

2.1 Corporate Citizenship

Im Zusammenhang mit dem Thema 'gesellschaftliche Verantwortung' kursieren in der Fachliteratur zahlreiche Begrifflichkeiten, die teilweise mit verschiedenen Definitionen besetzt sind (vgl. Hardtke, 2010, S.16). Vor diesem Hintergrund ist es zunächst notwendig, den Begriff 'Corporate Citizenship' zu definieren, um ein einheitliches Begriffsverständnis für den weiteren Verlauf dieser Arbeit zu schaffen. Zudem soll eine definitorische Abgrenzung zu verwandten Konzepten wie Sustainable Development, Corporate Sustainability und Corporate Social Responsibility dazu beitragen, Corporate Citizenship richtig einordnen zu können.

2.1.1 Begriffsdefinition

Der Begriff 'Corporate Citizenship' (kurz: CC) wird in der Literatur sehr breit und uneinheitlich verwendet. Folglich ist eine Vielzahl von Definitionen zu finden. Diese unterscheiden sich allerdings nur in Nuancen. Im Kern beschreibt der Begriff das soziale Engagement eines Unternehmens, das über dessen eigentliche Geschäftstätigkeit hinausgeht (vgl. Westebbe & Logan, 1995, S. 17; Hardtke, 2010, S. 19). Bei näherer Betrachtung der einzelnen Definitionen ist festzustellen, dass immer fünf charakteristische Elemente aufgeführt werden. Diese konstitutiven Merkmale der Definition werden in der nachfolgenden Abbildung 1 veranschaulicht.

Abbildung 1: Charakteristische Merkmale von Corporate Citizenship (Habisch, Wildner & Wenzel, 2007, S.8; Heine, 2009, S.15)

Folglich ist CC dadurch gekennzeichnet, dass Unternehmen mit Projekten, die über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinausgehen, einen Beitrag zur Lösung oder Linderung gesellschaftlicher Probleme liefern. Bei der Durchführung solcher Projekte sind Kooperationen mit externen Organisationen aus Bereichen wie beispielsweise Bildung oder Soziales zu schließen. Ein weiteres Merkmal besteht im Einsatz betrieblicher Ressourcen. Im Kontext des CC wird hierbei zwischen den Instrumenten Corporate Giving und Corporate Volunteering unterschieden. Während unter Corporate Giving die Spendenvergabe und das Sponsoring zusammengefasst werden, umfasst Corporate Volunteering den gemeinnützigen Arbeitseinsatz von Personalressourcen. Darüber hinaus werden mit CC-Projekten sogenannte Win-Win-Situationen erzielt. So wird einerseits dazu beigetragen, gesellschaftliche Probleme zu lösen, andererseits zielen Unternehmen darauf ab, wirtschaftliche Vorteile aus ihrem Engagement zu ziehen (vgl. Heine, 2009, S. 14).

 
Fehler gefunden? Bitte markieren Sie das Wort und drücken Sie die Umschalttaste + Eingabetaste  
< Zurück   INHALT   Weiter >
 
Fachgebiet
Betriebswirtschaft & Management
Erziehungswissenschaft & Sprachen
Geographie
Informatik
Kultur
Lebensmittelwissenschaft & Ernährung
Marketing
Maschinenbau
Medien und Kommunikationswissenschaft
Medizin
Ökonomik
Pädagogik
Philosophie
Politikwissenschaft
Psychologie
Rechtswissenschaft
Sozialwissenschaften
Statistik
Finanzen
Umweltwissenschaften