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2.1.2 Abgrenzung zu verwandten Konzepten

[1]

Sowohl in der Praxis als auch in der Theorie sind oftmals zahlreiche Begrifflichkeiten zu finden, die in einem engen Zusammenhang mit CC stehen. Nachfolgend soll aufgezeigt werden, wie sich CC unter den verwandten Konzepten Sustainable Development, Corporate Sustainability und CSR einordnen lässt. Zudem werden diese Begrifflichkeiten in ihrer unterschiedlichen Auslegung erläutert und von der für diese Arbeit geltenden Definition des CC abgegrenzt.

Abbildung 2: Begriffsabgrenzung Corporate Citizenship (Keller & Hausener, 2010, S. 386)

Abbildung 2 verdeutlicht, dass Sustainable Development als makroökonomischer Rahmen zu verstehen ist. Per Definition ist Sustainable Development bzw. nach-haltige gesamtgesellschaftliche Entwicklung dann erreicht, wenn gegenwärtige Generationen ihre Bedürfnisse befriedigen, ohne dabei künftigen Generationen die Grundlage zu nehmen, ihre derzeitigen Bedürfnisse befriedigen zu können (vgl. Hauff, 1987, S. 46). Hierbei spielen nicht nur ökologische Gesichtspunkte eine Rolle, sondern es geht vielmehr um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten, der sogenannten „triple bottom line“ (vgl. Heine, 2009, S.18).

Die Begriffe Corporate Sustainability, CSR und CC, sind auf der unternehmerischen Mikroebene angesiedelt und lassen sich dem Terminus Sustainable Development unterordnen. Das Konzept Corporate Sustainability überträgt den Nachhaltigkeitsgedanken auf Unternehmen. Um von Seiten des Unternehmens einen Beitrag zur nachhaltigen gesamtgesellschaftlichen Entwicklung leisten zu können, muss das Nachhaltigkeitsprinzip in der Unternehmensführung verankert werden (vgl. Keller & Hausener, 2010, S. 387).

CSR ist wiederum ein Element von Corporate Sustainability und beruht ebenfalls auf der oben genannten „triple bottom line“. Während Corporate Sustainability allerdings auch jene Aktivitäten umfasst, die unfreiwillig erfolgen, wie etwa die Reaktion auf Druck der Politik oder der Öffentlichkeit, bezieht sich der CSR-Begriff lediglich auf freiwillig durchgeführte Maßnahmen (vgl. Schaltegger & Müller, 2008, S. 25). Diese sind ferner charakterisiert als „eigeninitiierte, Stakeholder-gerichtete Beiträge, die Unternehmen im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit und über diese hinaus für eine zukunftsfähige Gesellschaft leisten und transparent dokumentieren“ (Keller & Hausener, 2010, S. 388).

Hiermit wird auch die Abgrenzung von CC zu CSR deutlich: Während CSR auch Aktivitäten umfasst, die im Rahmen des Kerngeschäfts erfolgen, sind es bei CC lediglich die Aktivitäten, die über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinausgehen. Zudem müssen CC-Aktivitäten nicht zwingend auf einer Stakeholder-Beziehung basieren. In Abbildung 2 wird anschaulich dargestellt, dass CC in dem gesamten Beziehungsgeflecht als kleinste Einheit gesehen werden kann und als eigenes Handlungsfeld von CSR zu interpretieren ist.

Nachdem nun allgemeine theoretische Grundlagen zu CC beschrieben wurden, zielt das nachfolgende Kapitel darauf ab, CC aus Sicht des Profifußballs darzustellen.

  • [1] vgl. Keller & Waldvogel, 2014
 
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