Wie kann ich länger schlafen als gewöhnlich?

Am besten einfach früher zu Bett gehen und weniger Zeit am Abend mit Fernsehen, Serien oder anderen Medien verbringen. Dies gilt natürlich nur für Menschen, die durch die selbst gewählte Lebensführung zu wenig schlafen. Oder die einfach keine Lust haben, ins Bett zu gehen, weil es abends doch so schön ist, da hat man endlich Zeit für sich und kann es sich gemütlich machen. Oder weil man noch schnell etwas für morgen fertig machen muss. Oder eben doch noch die 354. Folge seiner Lieblingsserie schauen möchte. Nein, einfach ins Bett gehen. Und wie die

Engländer sagen: Let’s call it a day, Schluss für heute. Wenn man normalerweise zu wenig schläft, dann wird es kein Problem sein, einzuschlafen. Und der verlängerte Schlaf wird sich positiv auf die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit am nächsten Tag auswirken. Mit dieser Einstellung ist es vielleicht leichter, abends einfach ins Bett zu gehen: Selbstoptimierung durch ausreichenden Schlaf.

Für Menschen mit Schlafstörungen, die gerne länger schlafen wollen und es trotzdem nicht können, trifft diese Antwort nicht zu. Bei bestimmten Schlafstörungen macht es sogar Sinn, eher später ins Bett zu gehen und den Schlaf aktiv zu verkürzen (siehe Frage Wann ist es sinnvoll, die Schlafdauer zu verkürzen?). Für Patienten mit Schlafstörungen gibt es bereits eine Vielzahl von fundierten Ratgebern. Scheuen Sie sich auch nicht, professionelle Hilfe bei einem Psychologen, Coach oder in einer Schlafklinik zu suchen.

Haben Sie einen Tipp, damit ich abends früher ins Bett gehe?

„Ich wecke morgens früh die Kinder, bringe sie in die Kita. Dann arbeite ich den ganzen Tag, hole abends die Kinder ab, kümmere mich um sie und bringe sie ins Bett. Wenn die Kinder schlafen, habe ich endlich Zeit für mich. Und da soll ich früher ins Bett gehen? Das kann ich einfach nicht. Ich brauche diese Zeit für mich, sonst komme ich doch einfach zu kurz.“

Solche oder ähnliche Gedanken kennen Sie bestimmt, von sich oder anderen. Und es macht ja auch erst einmal Sinn. Allerdings hat der Tag nur 24 Stunden, und vielleicht ist es tatsächlich einfach zu viel, was man sich so auflädt. Das Wichtigste ist aber wohl, dass man es schaffen sollte, während des ganzen Tages auch „Zeit für sich“ zu haben. Also, regelmäßige Pausen machen, auch mal andere zurückweisen, seine eigenen Grenzen respektieren und seinen eigenen Bedürfnissen folgen. Dadurch würde das Bedürfnis nach eigener Zeit schon am Tage erfüllt, und man kann abends zufrieden ins Bett gehen. Denn diese Zeit von seinem Schlaf abzuknapsen, macht einfach hinten und vorne keinen Sinn. Dadurch ist man am nächsten Tag nur noch gereizter und hat noch eher das Gefühl, man bräuchte abends Zeit für sich. Dies zeigt auch wieder, dass die Gestaltung des Tages natürlich wesentlich unseren Schlaf beeinflusst und umgekehrt. Und wenn es abends partout nicht möglich sein sollte, früher ins Bett zu gehen, dann sollte man vielleicht morgens länger schlafen. Oder am Tag Zeit und Gelegenheit für eine oder mehrere kurze Schlafepisoden einplanen (siehe Frage Wie lang sollte ein Power-Nap sein? in Kapitel 6).

 
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