Wie kann ich andere Menschen dazu bringen, länger zu schlafen?

Nun ja, jeder ist zunächst selbst verantwortlich für sein Leben. Wenn also jemand unbedingt wenig schlafen will und auch die negativen Konsequenzen des Schlafmangels in Kauf nimmt, dann ist dies schwer zu ändern. Obwohl möglicherweise auch die Umwelt der Person darunter leidet. Menschen entscheiden sich ja auch zu rauchen, obwohl die negativen Folgen des Rauchens bekannt und mittlerweile auf jeder Packung Zigaretten zu finden sind. Trotzdem ist eine Aufklärung über die wichtige Funktion des Schlafs schon einmal ein erster Schritt - vielleicht schenken Sie Ihrem Partner dieses Buch? ;-) Aber die reine Information und das Wissen über negative Folgen des eigenen Verhaltens reichen oft nicht aus, um etwas daran zu ändern. Natürlich wäre es eine Idee, dass z. B. eine außenstehende Fachperson (Ärztin, Psychologin oder Coach) einfach zwei bis drei Wochen Schlafverlängerung „verordnet“. Ihre Partnerin könnte dann am eigenen Leib erfahren, wie es sich anfühlt, ausgeschlafen zu sein. Oder vielleicht bringt es etwas, sich mit anderen auszutauschen? Im Zeitalter der Digitalisierung gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, den eigenen Schlaf mit dem der anderen zu vergleichen. Oder mit einem Freund oder einer Freundin gemeinsam zu versuchen, den eigenen Schlaf zu verlängern und die Folgen zu beobachten. Es gibt mittlerweile ganze Schlaf-Communities, die sich regelmäßig über ihren Schlaf austauschen. So schließen sich bei einigen Anbietern von Fitnessuhren Freunde oder Gruppen zusammen, tauschen ihre Trainingszeiten aus und feuern sich gegenseitig an, alles angeboten über die integrierte „App“. Dies gibt es auch für die gemessene Schlafzeit: Man kann sich austauschen oder sich eben gegenseitig anfeuern, wenn man es wieder geschafft hat, ausreichend zu schlafen. Sicherlich nicht für alle das geeignete Mittel - aber warum es nicht einmal ausprobieren?

 
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