Was sagt mir die Schlafdauer überhaupt?

Die Schlafdauer ist zunächst einmal die Zeit, die man schlafend verbracht hat, in der man also nicht wach war. Dabei wird nicht beachtet, wie der Schlaf eigentlich zusammengesetzt ist, also wie viel der geschlafenen Zeit in welcher Schlafphase verbracht wurde. Dies gilt für den Schlaf bei Tieren ebenso wie beim Menschen. Auf die Schlafphasen gehe ich in Kapitel 2 Was ist eigentlich Schlaf? näher ein. Man könnte sich also fragen, ob die reine Schlafdauer wirklich das beste Maß ist, um die Qualität des Schlafs zu bewerten. Jedoch führt eine Veränderung der Schlafdauer in den allermeisten Fällen auch zu einer entsprechenden Verlängerung der verschiedenen Schlafphasen. Insofern ist die Schlafdauer immerhin ein deutlicher Hinweis auf eine gute Schlafqualität. Zusätzlich lässt sich die Schlafdauer relativ gut messen und ist auch leicht nachvollziehbar. Deshalb beziehen sich Empfehlungen für einen guten Schlaf meist auf die Schlafdauer und nicht auf andere Aspekte des Schlafs. Möglicherweise werden in Zukunft noch bessere Indizes entwickelt, um die Schlafqualität zu messen und verständlich anzuzeigen - wenn die Wissenschaft besser weiß, was eine gute Schlafqualität eigentlich ausmacht (siehe Frage Was ist der optimale Schlaf? in Kapitel 2).

 
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