Wie verläuft der Schlaf?

Früher dachte man, dass der Schlaf ein gleichförmiger Zustand ist. Dies änderte sich Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, als entdeckt wurde, dass man elektrische Wellen des menschlichen Gehirns messen kann [5], und dies auf den Schlaf angewendet wurde [6] [7]. Heute wird der Schlaf meist in vier verschiedene Phasen aufgeteilt (siehe Regeln zur Klassifikation von Schlafstadien der amerikanischen Assoziation zu Schlafmedizin [8] [9]):

  • • Nl-Schlaf: Übergangsstadium zwischen Wachzustand und Schlaf, leichter Schlaf
  • • N2-Schlaf: Stabiler, mitteltiefer Schlaf
  • • N3-Schlaf: Tiefschlaf
  • • REM-Schlaf: Schlaf mit schnellen Augenbewegungen (auch paradoxer Schlaf genannt).

REM steht für rapid eye movements (englisch: schnelle Augenbewegungen). Das „N“ bei den anderen Schlafstadien steht für Non-REM oder NREM-Schlaf (englisch: Nicht-REM-Schlaf).

Es gibt allerdings auch andere Vorschläge zu den verschiedenen Schlafphasen. Früher unterschieden amerikanische Schlafforscher beim Tiefschlaf noch zwischen weniger tiefem (S3) und sehr tiefem Tiefschlaf (S4). Das „S“ stand für „Stadium“ des Schlafs. Es werden zum Teil auch noch feinere Einteilungen sowie Zwischen- oder Übergangsstadien zwischen den Schlafstadien verwendet. Tierforscher dagegen unterscheiden meist nur zwischen REM-Schlaf und Nicht-REM-Schlaf und nennen den Nicht-REM-Schlaf insgesamt „Tiefschlaf“. Dies kann tatsächlich zu einiger Verwirrung beitragen, wenn Ergebnisse aus Tierstudien auf den Menschen übertragen werden sollen und umgekehrt.

 
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