Welche Schlafphase ist die unwichtigste?

Die unwichtigste Schlafphase ist der Nl-Schlaf- das ist meine ganz persönliche Ansicht als Schlafforscher. Die blende ich bei meinen Studien am liebsten aus. Total unnütz, da ich zum Teil noch nicht einmal sicher bin, ob die Person wirklich schläft oder nicht.

Doch, halt! Das stimmt natürlich so auch nicht. Die Übergangsphase von Wachsein zu Schlaf ist natürlich ganz entscheidend, denn ohne das Einschlafen gäbe es keinen Schlaf. Und während des Einschlafens geschehen sehr komplexe Dinge, die unseren Körper und unser Gehirn von dem bewussten Wach- in den Schlafzustand überführen. Gerade zu Beginn des Schlafs kann es hier zu starken bildhaften Eindrücken, Halluzinationen oder Träumen kommen. Diese Einschlafträume werden auch als hypnagoge Halluzinationen bezeichnet. Typische Situation: Ich sehe mich selbst Fußball spielen, stehe vor dem Tor und Schuss!!! Da schreit die Partnerin im Bett auf und beschwert sich über den schmerzhaften Tritt, den sie gerade abbekommen hat.

Und obwohl der Nl-Schlaf zum Schlaf gezählt wird, wird er allgemein als Übergangsstadium oder sehr leichter Schlaf bezeichnet. Man ist in diesem Stadium noch sehr gut weckbar. Auch wenn man nachts wach liegt, kann es passieren, dass man häufig zwischen eindeutigem Wachsein und diesem Übergangsstadium wechselt. Dies passiert insbesondere, wenn man längere Zeit nicht einschlafen kann. Einige Regeln definieren den NI auch erst als Schlaf, wenn sich daran der stabile, mitteltiefe N2-Schlaf anschließt.

 
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