Was unterscheidet „Lerchen“ und „Eulen“?

Der Schlaf-wach-Rhythmus unterscheidet sich stark von Mensch zu Mensch. Einige von uns gehen gerne früh ins Bett und stehen regelmäßig früh auf. Sie werden „Frühaufsteher“, „Morgentyp“ oder auch „Lerchen“ genannt. Andere bleiben am liebsten bis spät in die Nacht auf und schlafen morgens gern lang. Sie sind „Abendtypen“, „Morgenmuffel“ oder eben „Eulen“. Insgesamt werden die verschiedenen Präferenzen bzw. Typen mit dem Begriff „Chronotyp“ bezeichnet.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den eigenen Chronotyp herauszufinden, also ob man selbst eher eine „Lerche“ oder eine „Eule“ ist. In den meisten Fällen werden Fragebögen verwendet. So gibt es z. B. einen Fragebogen zum Morgen- oder Abendtyp von den Schlafforschern Horne und Östberg aus dem Jahr 1976, der immer noch weit verbreitet ist. Der Fragebogen kann unter dem angegebenen Link online ausgefüllt werden, und man erhält eine ausführliche Rückmeldung [13]. Weiterhin wird der Münchener Fragebogen zum Chronotyp häufig verwendet [14]. Auch diesen Fragebogen kann man online ausfüllen und dadurch bei einer groß angelegten Studie mitmachen (diese Möglichkeit war beim Schreiben dieses Buches allerdings noch nicht verfügbar) [15]. Bisher haben schon über 300000 Personen aus verschiedenen Ländern und Altersgruppen diesen Fragebogen ausgefüllt. Aus den Angaben lassen sich die üblichen Schlafenszeiten der Teilnehmerinnen abschätzen. Besonders interessant ist dabei, wie sie an arbeitsfreien Tagen schlafen. Die meisten Menschen

(über 60 %) gehen zwischen 22:30 und 1:30 Uhr ins Bett. Ca. 8 % der Teilnehmer sind extreme Abendtypen, sie gehen regelmäßig nach 2:30 Uhr oder noch später ins Bett. Nur ca. 1% gehen dagegen bereits um 21 Uhr oder früher ins Bett.

 
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