Ist Schlafforschung schlecht für den eigenen Schlaf?

Wahrscheinlich schon. Nachtarbeit ist auch bei Schlafforschern gang und gäbe. Da Schlaf nachts stattfindet, findet die meiste Schlafforschung ebenfalls nachts statt. Wir können zwar einige Erkenntnisse auch über die Beobachtung des Mittagsschlafs erhalten. Doch den eigentlichen Schlaf müssen wir immer noch nachts untersuchen. Ich selbst habe unzählige Nächte im Schlaflabor verbracht, insbesondere während meiner Doktorandenzeit. Heute sind es wiederum meine Doktoranden, Assistierenden und Studierenden, die die Arbeit im Schlaflabor erledigen. In vielen Studien können sie zwar selber auch schlafen, aber in einigen Fällen müssen sie zumindest die erste Nachthälfte wach bleiben. Dies kann sich negativ auf die eigene Schlafqualität auswirken. Deshalb ist es wichtig, Schlafforscherinnen genügend Zeit für den Erholungsschlaf zu lassen. Ich bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich für ihren unschätzbaren Einsatz im Schlaflabor und für die Schlafforschung.

 
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