Was stört den Schlaf?

Einführung

Ins Bett gehen, schnell einschlafen, nach acht Stunden Schlaf erholt und fröhlich aufwachen - dies trifft leider nicht für alle Menschen zu. Vor allem Kinder und vielleicht Jugendliche können noch von einem solchen „Idealschlaf“ berichten. Doch je älter wir werden, desto schlechter wird der Schlaf: Wir wachen nachts häufiger und vor allem länger auf, und unser Schlaf wird weniger tief. Zusätzlich können Stress, sozialer Druck, existenzielle Sorgen und soziale Konflikte unseren Schlaf stark beeinträchtigen. Auch äußere Faktoren - von Verkehrslärm über Kirchenglocken bis hin zu Elektrosmog - können unsere Schlafqualität verschlechtern. Und es kann zu medizinischen Schlafstörungen mit unterschiedlichen Diagnosen kommen: Insomnie, schlafbezogene Atemstörungen, Parasomnien und mehr. Im folgenden Kapitel geht es um störende Einflüsse auf unseren Schlaf sowie verschiedene medizinische Schlafstörungen, aber auch den Mond, summende Mücken und regionale Unterschiede in der Schweiz. Der Fokus auf die Schweiz kommt zum einen daher, dass ich selber in der Schweiz arbeite. Zum anderen liegen durch regelmäßige repräsentative Gesundheitsbefragungen mit immer denselben Fragen auch einzigartige Daten zum Schlaf vor, die sich gut miteinander im Zeitverlauf vergleichen lassen. Solche Daten gibt es meines Wissens für andere deutschsprachige Ländern nicht.

 
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