Was sind mögliche langfristige Folgen von atembezogenen Schlafstörungen?

Eine direkte Folge von unbehandelten atembezogenen Schlafstörungen ist die starke Tagesmüdigkeit. Insbesondere beim Autofahren oder Bedienen von Maschinen kann diese zu lebensgefährlichen Unfällen führen, die auch unbeteiligte Personen verletzen können. Bei Kindern können schlafbezogene Atemstörungen zu Schlaflosigkeit, Hyperaktivität am Tag und anderen Verhaltensauffälligkeiten sowie gesundheitlichen Problemen führen. Erwachsene mit vermehrten Atemaussetzern im Schlaf wachen nachts häufiger auf, können stärker schwitzen und müssen unter Umständen häufiger auf die Toilette. Patienten mit einer Schlafapnoe haben ein höheres Risiko für verschiedene Krankheiten wie z. B. Diabetes, Herz-Kreislauf-Schwäche und erhöhten Blutdruck [83]. Auch das Risiko eines Schlaganfalls ist erhöht [84].

Ein Problem bei atembezogenen Schlafstörungen ist, dass sie häufig über Jahre bestehen und sich sehr langsam entwickeln. Dadurch steigt die Müdigkeit der betroffenen Personen auch nur langsam an und sie gewöhnen sich zunehmend daran. Deshalb merken viele selber gar nichts von den negativen Folgen ihrer Schlafstörungen und müssen erst von ihren Partnern, Freunden und Bekannten darauf hingewiesen werden.

Wie werden schlafbezogene Atemstörungen behandelt?

Schlafbezogene Atemstörungen wie Schlafapnoe sollten möglichst früh erkannt und unbedingt ärztlich behandelt werden. Bei Kindern wird meist die Ursache für die Blockierung durch eine Operation entfernt oder angepasst. Dies führt meist zu einer starken Verbesserung [85]. Bei älteren Menschen werden bei starker Schlafapnoe meistens sogenannte CPAP-Masken empfohlen: Dies sind Masken aus Plastik, die man sich fest auf die Nase setzt und mit elastischen Bändern am Kopf fixiert. Mittlerweile sind sie sogar einigermaßen bequem. An diesen Masken befindet sich ein Schlauch, der mit einer Pumpe verbunden ist. Diese erzeugt einen Überdruck während des Atmens, mit dem die Atemwege während des Schlafs freigehalten werden, deshalb die Abkürzung CPAP, continuous positive airway pressure (englisch: kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck). Mit dieser Methode kann die obstruktive Schlafapnoe sehr gut behandelt werden. Patienten können mit einer solchen Maske relativ gut schlafen, allerdings müssen sie das Gerät beim Schlafen ständig verwenden und auch auf Reisen mitnehmen. Und wirklich „romantisch“ ist es auch nicht, mit einer solchen Maske zu schlafen, insbesondere wenn man das Bett mit jemandem teilt. Doch ein Bekannter von mir hat es einmal als absolute Lebensveränderung und dramatische Verbesserung der Lebensqualität bezeichnet, nachdem er die CPAP-Therapie begonnen hatte. Für Betroffene lohnt es sich daher auf jeden Fall, die Unannehmlichkeiten einer solchen Behandlung auf sich zu nehmen.

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