Was sind schlafbezogene Bewegungsstörungen?

Unter den schlafbezogenen Bewegungsstörungen wird eine Reihe von unterschiedlichen Phänomenen zusammengefasst, die im Schlaf auftreten können.

• Restless Legs Syndrom:

Beim restless legs syndrom (englisch: unruhige Beine) berichten die Betroffenen meist von einem starken Drang, beim Einschlafen ihre Beine zu bewegen. Dies wird häufig von einer Art Kribbeln und einem ziehenden Schmerz begleitet. Die Beine (sehr selten auch die Arme) können sich auch während des Schlafs periodisch weiterbewegen. Eine Ursache für diese Bewegungen und den Bewegungsdrang beim Einschlafen ist nicht bekannt. Wenn sie eine große Belastung für die Patienten darstellen und ihren Schlaf stören, werden meist Medikamente zur Behandlung eingesetzt.

• Bruxismus:

Zähneknirschen im Schlaf ist weit verbreitet. Auch ich schlafe regelmäßig mit meiner Bissschiene. Ich habe auch schon mal ein Zahnimplantat durch mein nächtliches Beißen zerstört. Eine Tendenz zum Zähneknirschen ist wahrscheinlich angeboren (auch meine Tochter knirscht schon, seit sie zwei Jahre alt ist). Es tritt aber bei belastenden Situationen und Stress verstärkt auf. Der Begriff „Bruxismus“ bezieht sich nicht nur auf das Zähneknirschen, sondern umfasst auch andere Formen, z. B. das Pressen der Zunge an den Oberkiefer oder das Zusammenpressen der Kiefer ohne Knirschen. Üblicherweise verschreibt der Zahnarzt Bissschienen, um die Zähne zu schonen. Die Ursachen des Bruxismus werden dadurch aber nicht behandelt, sondern die Bissschiene scheint das Auftreten eher noch zu verstärken. Auch die Verspannungen im Nacken und Kopfbereich werden durch Bissschienen meist nicht abgeschwächt. Da viele Betroffene auch am Tage ihren Kiefer stark anspannen, ist es eine vielversprechende Methode, auch während des Tages immer wieder das Entspannen der Mundpartie zu üben. Dies führt langfristig zu einer Reduktion der Anspannung der Kiefer oder des Knirschens während des Schlafs.

 
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