Die bewohnbare Zone

Ein englisches Märchen erzählt von dem kleinen Mädchen Goldilocks (»Goldlöckchen«). Goldilocks mochte keine Ex-treme. Es gefiel ihr nicht, wenn etwas zu hart oder zu weich, zu heiß oder zu kalt war. Für Goldilocks mussten die Dinge immer genau richtig sein - so wie in der bewohnbaren Zone unseres Sonnensystems, die darum im Englischen auch oft »The Goldilockszone« genannt wird.

Die Bedingungen auf unserer Erde sind für unser Überleben tatsächlich perfekt. Wir erhalten Licht von der Sonne, das uns wärmt -aber weder so viel, dass es die Atmosphäre wegbläst und das Wasser verdampft, noch so wenig, dass die Erde zur gefrorenen Wüste wird, auf der kein Leben existieren kann.

Wasser gefriert bei o °C zu Eis, bei 100 °C beginnt es zu sieden und wird zu Wasserdampf; im Bereich dazwischen ist es flüssig. Wasser ist für das Leben essenziell, weil es so viele verschiedene Funktionen hat. Es löst, mischt und verteilt chemische Stoffe, sodass sie vielfältig reagieren und neue Substanzen formen können, etwa Proteine und DNA, zwei wichtige Bausteine des Lebens.

Vier Gesteinsplaneten umkreisen unsere Sonne: Merkur, Venus, Erde und Mars. Aber nur die Erde hat flüssiges Wasser und Leben - sie befindet sich in der bewohnbaren Zone, der »Goldilocks-Zone« um die Sonne.

Wissenschaftler haben mehrere Tausend Gesteinsplaneten entdeckt, die um verschiedene Sterne unserer Milchstraße kreisen. Forscher interessieren sich besonders für Planeten in der jeweiligen bewohnbaren

Zone, wo die Temperatur auf dem Planeten flüssiges Wasser - und vielleicht Leben - ermöglicht.

Du kannst das Gebiet um einen Stern, in dem die Temperatur genau stimmt, auch mit dem wissenschaftlichen Begriff »habitable Zone« bezeichnen.

 
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