Über die Dunkelheit

Die dunkle Seite des Mondes

Die Bezeichnung »dunkle Seite des Mondes« klingt so, als sei dort immer Nacht, aber das stimmt nicht, wie jeder freundliche Astronom dir erklären wird. Zunächst einmal sprechen Astronomen nicht von der »dunklen Seite«, sondern von der »Rückseite« oder der »erdabgewandten Seite« des Mondes, denn dort gibt es ebenso Tag und Nacht wie auf der Erde.

Wenn wir am Nachthimmel zum Mond aufblicken, dann sieht dieser vertraut aus, egal wo auf der Erde wir uns befinden. Wir sehen immer die gleichen Merkmale auf seiner Oberfläche, weil wir immer auf die gleiche Seite des Mondes blicken. Woher kommt es, dass wir nie die andere Seite unseres alten Freundes, des Mondes, sehen?

Warum können wir die Rückseite nicht sehen?

Der Mond umkreist die Erde und rotiert dabei auch um seine eigene Achse. Für einen Umlauf um die Erde braucht er genau die gleiche Zeit, die er auch braucht, um einmal zu rotieren: etwa 29 Tage. Wenn der Mond gar nicht rotieren würde, dann würden wir im Laufe der Zeit alle seine Seiten irgendwann sehen. Aber weil der Mond sich dreht - und weil die Schwerkraft der Erde die Rotation des Mondes bis auf ihre heutige Geschwindigkeit abgebremst hat sehen wir immer die gleiche Seite des Mondes.

Mondphasen

Die Position der Erde auf ihrer Bahn um die Sonne und die des Mondes auf seiner Bahn um die Erde ergeben die Mondphasen.

• Wenn sich der Mond zwischen Erde und Sonne befindet, dann nennen wir das Neumond. Der Mond sieht dann, von der Erde aus gesehen, dunkel aus, weil es Mondnacht auf der uns zugewandten

Seite des Mondes ist.

• Wenn die Erde zwischen Sonne und Mond steht, dann ist Vollmond. Wenn du auf der erdzugewandten Seite des Mondes stehen würdest, dann könnten wir dich vielleicht von der Erde aus sehen, weil du im hellen Mittagslicht eines Mondtages stündest.

Wir können zwar die Rückseite des Mondes nicht sehen, aber sie wurde von Astronauten besucht. Einer sagte, sie erinnere ihn an den Sandkasten seiner Kinder!

SONNE

 
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