Warum ist ein Prada-Kleid so viel teurer als ein ähnliches Modell von H&M?

Prada ist eben eine wirkliche Designennarke, entworfen von einer berühmten Modemacherin mit einer ganz eigenen Handschrift. Miuccia Prada entwickelt jede Saison originäre Kollektionen, die dann im Rahmen von Schauen vorgestellt und durch das Modehaus selbst produziert werden. Natürlich hat auch H&M Designer, manchmal machen die Schweden sogar Schauen für ihre Kollektionen, und fertigen lassen sie auch selbst. Doch gerade Miuccia Prada gilt als Paradebeispiel dafür, was eine Modemacherin auszeichnet. Jede Saison zeigt sie neue eigenwillige Kreationen. Sie gibt den Trend vor. Große Ketten wie H&M, Mango oder Zara hingegen folgen dem Trend mit Designs, die sich stark an die von Leuten wie Prada erdachten anlehnen. Böswillige Stimmen würden sie schlicht als «Kopisten» bezeichnen. Und natürlich kostet das Original mehl' als die Kopie. Es ist ja auch deutlich aufwendiger. Neben diesem «ideellen» Unterschied gibt es aber selbstverständlich auch große Differenzen in Stoffqualität, Verarbeitung, Passform etc. Hinzu kommen noch verschiedene Ansätze im Vermarkten der Entwürfe, der Ausstattung der Läden, dem Kauferlebnis oder der Betreuung der Kunden (auch so etwas wie Änderungen am Modell durch einen Schneider gehören dazu). Letztere mögen eher unwichtig scheinen, verändern aber dennoch den Wert, den der Kunde dem Entwurf beimisst. Und verursachen einige Kosten, die dann letztlich an die Verbraucher weitergegeben werden. Nichtsdestotrotz mag es sein, dass man manchmal bei

H&M ein schöneres, verführerischeres und wertvoller wirkendes Kleid findet als bei Prada. Dann kann man sich ins Fäustchen lachen.

 
Quelle
< Zurück   INHALT   Quelle   Weiter >