Wie kann ich einen eigenen Stil entwickeln?

Sicher nicht, indem ich mich sklavisch an die Vorgaben vieler Modezeitschriften halte. Aber ein wenig in einer Vogue, Elle, Madame oder auch Brigitte zu blättern, kann schon dabei helfen. Denn auf viele Ideen kommt man einfach nicht von allein. Und dann sollte man sich mit kritischer Distanz fragen: «Welche Farben stehen mir, welche eher nicht?» oder «Kann ich diesen Schnitt tragen, oder sieht er nur an Models gut aus?» Manchmal können Gemälde oder Kinofilme inspirierender wirken als Lifestyle-Magazine. Sie schärfen das Gefühl für Farben und Ästhetik.

Zudem sollte man sich über die eigenen Vorlieben befragen. «Wie richte ich mich ein?», «Was passt zu mir?», «Wie bin ich?» Zu einer romantischen Nostalgikerin mit drei Katzen, vier Wellensittichen, Rosentapeten und einem pastelligen Samtsofa passt kein klarer Purismus. Und ein sportlicher Naturtyp sähe in der Robe einer Femme fatale verkleidet aus. Der Kleidungsstil sollte dem angepasst sein. Wobei er auch durchaus kleine Bräche aufweisen kann, die machen das Eigene aus. Ebenso können Kleidungsstücke aus dem Secondhandshop oder von Flohmärkten einem Outfit die individuelle Stil-Note verleihen.

Die wichtigste Regel jedoch lautet: «Ausprobieren und anprobieren.» Keine Hemmungen in den Läden entwickeln, alles anziehen und trotz des Lobes der Verkäuferinnen auch wieder ausziehen, wenn es nicht passt. Wenn man genug experimentiert hat, kann man dann eine klare Linie entwickeln. Verschwommenheit zerstört den Stil. Doch ein paar kleine Abweichungen sind erlaubt und müssen sogar sein. Schließlich soll das Ganze nicht bemüht wirken, sondern lässig und selbstverständlich.

 
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