Richtlinien für die Film- und Tonaufnahme

Da vier parallel arbeitende Teams die Aufnahmen durchführten, aber eine standardisierte Aufnahme gewährleistet sein sollte, mussten genaue Richtlinien festgelegt werden, auf deren Basis die Unterrichtsstunden videografiert wurden. Diese konnten in Anlehnung an vorherige Videostudien (Hugener et al., 2006a; Jacobs et al., 2003; Seidel et al., 2003a) entwickelt werden. Da sie bereits im Technischen Bericht zu den PERLE-Videostudien im Detail dokumentiert sind (Corvacho del Toro, Berner & Mösko, 2013), werden an dieser Stelle nur die grundlegenden Aspekte aufgeführt.

Der Unterricht wurde mit zwei Kameras aufgezeichnet: einer statischen Kamera, welche die Klasse fokussierte (Klassenkamera) und im vorderen Bereich des Klassenzimmers aufgestellt war, sowie einer beweglichen Lehrerkamera, die der Lehrperson folgte und gegebenenfalls heranzoomte, um auch Interaktionen mit einzelnen Schülerinnen und Schülern erfassen zu können. Sie wurde im hinteren Teil des Klassenzimmers auf einem Stativ mit beweglichem Kameraarm positioniert, um den Unterrichtsablauf nur minimal zu stören.

Die Tonaufnahme erfolgte mit mehreren Mikrofonen: Zwei Stereomikrofone, die in der Nähe der Lehrerkamera aufgestellt wurden, dienten der Aufnahme der Schülerinnen und Schüler. Falls im Unterricht besondere Raumsituationen stattfanden (z. B. Sitzkreise), wurde hierfür ein zusätzliches Richtmikrofon verwendet. Da der Fokus vieler Auswertungsarbeiten auf dem Unterrichtsangebot durch die Lehrperson liegt, hatte jede Lehrperson ein tragbares Funkmikrofon. Dadurch wurde gewährleistet, dass alle Äußerungen der Lehrperson gut verständlich sind. Auch wenn die Lehrperson in Schülerarbeitsphasen mit einzelnen Schülerinnen und Schülern interagierte, wurden diese relevanten Schüleräußerungen durch das Lehrermikrofon meist mit aufgenommen.

Alle Materialien, die im Unterricht von den Lehrpersonen eingesetzt wurden, wurden nach der Stunde eingesammelt und können daher auch bei der Auswertung berücksichtigt werden.

 
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