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9.3.3. Die Kodierung verschiedener Lehreraktivitäten im Event-Sampling-Verfahren

In Kapitel 6 wurden verschiedene Lehrerverhaltensweisen abgeleitet, bei denen davon ausgegangen wird, dass sie für die kognitive Aktivierung bedeutsam sind: (1) die Aufgaben und

(2) die Fragen, welche die Lehrkraft den Schülerinnen und Schülern stellt, (3) die Strategien, zu deren Einsatz sie die Lernenden anregt, (4) die individuelle Lernunterstützung, welche die Lehrperson den Schülerinnen und Schülern während Schülerarbeitsphasen zuteilwerden lässt und (5) das Feedback, das sie den Lernenden gibt. Um diese Verhaltensweisen präzise beschreiben zu können, wurden alle Lehreraktivitäten im Event-Sampling-Verfahren jeweils einzeln identifiziert und anschließend mit Hilfe mehrerer niedrig bis mittel inferenter Kategoriensysteme kategorisiert.

Als grundlegende Kodierung wurde für alle Lehreraktivitäten jeweils kodiert, in welcher Übungsphase sie stattfinden, von welcher Lehrperson sie ausgehen (aufgrund des Teamteachings in den BIP-Klassen, vgl. 8.2.4 und 9.2.4) und an wie viele und an welche Schülerinnen und Schüler sie sich im Einzelnen richten. Die Kodierungen zu den Adressaten der einzelnen Lehreraktivitäten ermöglichen Aussagen zur Individualisierung und Adaptivität der Unterrichtsgestaltung (vgl. 12.2). Da diese Kategoriensysteme für alle Lehreraktivitäten gleichartig aufgebaut sind (vgl. Tabelle 9), werden sie in den einzelnen Unterkapiteln nicht mehr dargestellt.

Tabelle 9 Kategoriensysteme – Grundlegende Kodierungen zu den Übungsphasen, dem Sender und den Adressaten der Lehreraktivitäten

Die eingesetzten Systeme werden im Folgenden im Überblick dargestellt und die Ergebnisse der Beobachterübereinstimmungen werden berichtet. Grundsätzlich wurden als Kennwerte die prozentuale Übereinstimmung sowie Cohens Kappa berechnet. Einzig für die Variablen, die rein zur Identifikation der Lehreraktivitäten genutzt wurden sowie für die Adressatenbestimmung aller Schülerinnen und Schüler mit ihrer jeweiligen Identifikationsnummer konnte Cohens Kappa nicht berechnet werden, da hier ein reines Event-Sampling ohne Kategorisierung der Ereignisse zugrunde liegt. Da das Kategoriensystem zu den Aufgaben-stellungen auch intervallskalierte Kategoriensysteme enthält, werden für diese der Generalisierbarkeitskoeffizient und die Varianzkomponenten angegeben (vgl. 9.2.3.2.3). Die Tabellen zur Darstellung der Kategoriensysteme sind immer gleich aufgebaut. Sie enthalten alle verwendeten Kategoriensysteme und gegebenenfalls deren Zuordnung zum übergeordneten Bereich. Jedes Kategoriensystem wird kurz beschrieben, wobei nicht jede einzelne Kategorie dargestellt wird. Es wird angegeben, aus wie vielen Kategorien das jeweilige System besteht, da sowohl dichotome als auch mehrstufige Kategorienoder Ratingsysteme genutzt wurden. Die Systeme finden sich im Anhang, weshalb für jedes System auf den zugeordneten Abschnitt sowie die Seitenzahl im Anhang verwiesen wird.

 
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