„Was unterscheidet ein Fachhochschulstudium aus Ihrer Sicht von einem Universitätsstudium?“

Das Frageziel des Interviewers

Es gibt Unternehmen, für die muss ein Akademiker einen Universitätsabschluss haben, deshalb stellen sie für bestimmte Positionen gar keine oder nur im Ausnahmefall Fachhochschulabsolventen ein. Andere Firmen schätzen ein Fachhochschulstudium, weil es inhaltlich praxisnäher erscheint. Von einem Absolventen wird eine klare Positionierung in eigener Sache erwartet.

ANTWORT A

„Ich habe aus gutem Grund BWL an einer Fachhochschule studiert, nämlich weil die Inhalte dort viel praxisnäher vermittelt werden. Wir haben doch genügend Theoretiker - an der Uni ist das alles viel zu abgehoben."

Bewertung

Zwei Sätze, die den Bewerber den Job kosten können - wenn der Gesprächspartner an der Universität Betriebswirtschaftslehre studiert hat und darauf stolz ist.

ANTWORT B

„Das Studium ist deutlich strukturierter - manche sagen auch, es sei verschulter als ein Universitätsstudium. Und es steht eindeutig die Lehre, nicht die Forschung im Vordergrund. Ich hatte mit meiner Fachhochschule großes Glück, denn wir hatten zwei Professoren, die Erfahrungen aus der Wirtschaft mitbrachten. Einer hat zum Beispiel zehn Jahre als Controller in einem Konzern gearbeitet. Vielleicht kam manchmal die theoretische Fundierung zu kurz - aber ich bin ein eher pragmatisch ausgerichteter Mensch und fühle mich eigentlich sehr gut ausgebildet."

Bewertung

In seiner Antwort benennt der Bewerber klare Unterscheidungsmerkmale. Zudem stellt er einen persönlichen Bezug her und unterstreicht den besonderen Vorzug der gewählten Fachhochschule. Kurzum: Er hat eine gute Antwort abgeliefert.

 
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