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11. Studie 3: Aspekte kognitiv aktivierenden Leseunterrichts – Strukturen und Zusammenhänge

Im Rahmen der dritten Teilstudie wird analysiert, wie die verschiedenen Aspekte kognitiv aktivierenden Leseunterrichts miteinander zusammenhängen (zu den Instrumenten und den deskriptiven Ergebnissen vgl. Studie 1 und Studie 2). Die übergeordnete Fragestellung der dritten Teilstudie betrifft also die Zusammenhänge der einzelnen erfassten Unterrichtsmerkmale untereinander:

Daher wird anhand einer explorativen Faktorenanalyse [1] zunächst die Faktorenstruktur der 28 hoch inferent erfassten Items (vgl. 9.3.4.2) ermittelt, sodass die erfassten Unterrichtsqualitätsmerkmale anhand verschiedener übergeordneter Dimensionen beschrieben werden können (11.1). Im Anschluss daran soll überprüft werden, inwiefern die hoch inferent erfassten Items und die daraus gewonnenen Faktoren mit der Sichtstruktur des Unterrichts (11.2) und weiteren niedrig inferent erfassten Beobachtungsdaten (11.3) zusammenhängen. Dies soll der inhaltlichen Validierung der durch die Faktorenanalyse gewonnenen Dimensionen dienen. Da die Fragestellungen der drei untergeordneten Aspekte (1. Dimensionalität des hoch inferenten Ratingsystems; 2. Zusammenhänge zur Sichtstruktur des Unterrichts; 3. Zusammenhänge zu niedrig inferent erfassten Aspekten der Unterrichtsgestaltung) aufeinander aufbauen, wird die Darstellung im Folgenden nach diesen drei Teilen gegliedert. Innerhalb jeden Teils werden die Fragestellungen bzw. Hypothesen benannt, das methodische Vorgehen wird beschrieben und die Ergebnisse werden dargestellt und diskutiert. Am Ende erfolgen eine Zusammenfassung der Ergebnisse sowie die Diskussion des methodischen Vorgehens.

  • [1] Weil es bei den Analysen um eine erste Strukturierung und Reduktion der Daten geht, und nicht die Suche nach Ursachen für die Zusammenhänge zwischen den Variablen im Vordergrund steht (vgl. 11.1.2.1), wird als Methode die Hauptkomponentenanalyse verwendet, die im engeren Sinn nicht zu den faktorenanalytischen Methoden gezählt wird (z. B. Bühner, 2011). Im Text wird zur Vereinfachung dennoch teilweise von Faktorenanalysen gesprochen und auch die resultierenden übergeordneten Komponenten werden teilweise auch als Faktoren oder Skalen bezeichnet. Wolff und Bacher (2011) sprechen auch davon, dass der Begriff Faktorenanalyse oftmals als „Sammelbegriff für eine Familie von Verfahren, unter den auch die Hauptkomponentenanalyse fällt“ (S. 333) verwendet wird
 
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