WO IST DAS MEER BEI EBBE?

Der Mond übt auf die Erde eine Anziehungskraft aus. Dadurch wird das Wasser der Ozeane auf der Seite der Erde, die dem Mond zugewandt ist, etwas angezogen. An den Küsten ist der Wasserstand dann hoch, es ist Flut. Auf der gegenüberliegenden Erdseite gibt es ebenfalls Flut, die aber niedriger ist. Dazwischen ist das Wasser niedrig, es ist Ebbe. Da sich die Erde an einem Tag um sich selbst dreht, dreht sie sich unter dem Wellenberg durch und kommt etwa alle zwölf Stunden „an einem Flutberg vorbei“. Daher ist alle zwölf Stunden Flut.

WEM GEHÖRT DER MEERESBODEN?

Etwa drei Viertel der Erdoberfläche werden von Meeren bedeckt. Dort unten sind viele Rohstoffe zu finden, zum Beispiel Erdöl. Deshalb möchte jedes

Land so viel wie möglich vom „Kuchen“ Meeresboden abbekommen.

Die Länder der Erde haben sich geeinigt: Den Staaten an den Küsten gehört jeweils ein Gebiet, das von ihrer Küstenlinie zwölf Seemeilen (22 Kilometer) ins Meer hineinreicht. Zusätzlich gibt es eine Wirtschaftszone von 200 Seemeilen (370 Kilometer). Dort haben die Küstenstaaten das Recht, sowohl den Meeresboden als auch die Meeresschätze zu erforschen und auszubeuten. Mit Meeresschätzen sind keine Piraten- oder ähnliche Schätze gemeint, sondern Erdöl, Metalle und andere Rohstoffvorkommen. Außerdem dürfen die Staaten in diesen Gebieten über die Fischfangrechte bestimmen.

Von diesen Regeln ist rund ein Drittel der Meere betroffen. Die Gebiete jenseits der 200-Seemeilen-Zone gehören zur sogenannten Hohen See. Dort hat kein einzelner Staat Rechte. Es wird aber immer wieder darüber gestritten, wie die Rechte an der Ausnutzung der Hohen See verteilt werden sollen.

WIE LANGE KANN EIN MENSCH OHNE LUFT LEBEN?

Der Weltrekord im Luftanhalten liegt bei 17 Minuten und vier Sekunden.

Das erscheint als Wunder, denn nach einer solchen Zeit ohne Atemzug sind die meisten Menschen tot. Es ist das Gehirn, das viel Sauerstoff braucht. Wird es zehn Minuten nicht mehr damit versorgt, stirbt der Mensch. Trotzdem hört man immer wieder von Menschen, die eine halbe Stunde unter Wasser waren und dennoch wiederbelebt werden konnten. Das ist meistens dann der Fall, wenn das Wasser sehr kalt war und die Körperfunktionen dadurch verlangsamt waren.

 
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