Der ökonomische Aspekt in der demokratisch politischen Bildung – eine kompetenzorientierte Schlussfolgerung

Mit dem Entwurf „Nationale Bildungsstandards für den Fachunterricht in der Politischen Bildung an Schulen“ (GPJE 2004) der Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugendund Erwachsenenbildung (GPJE) liegt ein Kompetenzmodell vor, anhand dessen ein ökonomischer Ansatz in der politischen Bildung kompetenzorientiert nachvollzogen werden soll, da durch die konkrete Benennung ökonomischer Sachverhalte ein expliziter ökonomischer Zugang unausweichlich ist. [1]

Folgt man dem Beitrag des Fachs Politische Bildung zur politischen Bildung, steht die „stets neu zu schaffende Demokratiefähigkeit junger Menschen“ (GPJE 2004, S. 9) im Zentrum der allgemeinen Zielstellung. Im Rahmen der Entwicklung einer politischen Mündigkeit wird von der Schule unter anderem erwartet, auf das Leben in einer modernen Demokratie durch die Entwicklung von Kompetenzen vorzubereiten. Dies erfolgt hierbei über drei Kompetenzbereiche: politische Urteilsfähigkeit, politische Handlungsfähigkeit und methodische Fähigkeiten. Des Weiteren dient ein zum politischen Verständnis notwendiges Wissen über Politik (konzeptionelles Deutungswissen) als vierter Zielbereich ebenfalls der Kompetenzentwicklung (GPJE 2004, S. 13f.).

Politische Urteilsfähigkeit und Politische Handlungsfähigkeit sind „originär politisch-bildnerische Kompetenzen“ (Detjen 2007, S. 132). Anhand der näheren Verdeutlichung dieser beiden Kompetenzen und des „Wissens über Politik“ bietet sich die Möglichkeit, die Integration ökonomischer Aspekte auf theoretisch konzeptioneller Basis zu erörtern. Eingebettet darin erfolgt mittels unterrichtspraktischer Exemplifizierung die Illustration einer solchen Vorgehensweise in der politischen Bildung.

  • [1] Diese kompetenzorientierte Schlussfolgerung wurde vom Verfasser bereits an anderer Stelle bearbeitet (siehe und vgl. Piller 2014, S. 59ff.).
 
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