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2.3.3.2 Politische Handlungsfähigkeit

Die Entwicklung von Kompetenzen auf dem Gebiet der politischen Handlungsfähigkeit wird seitens der GPJE mit dem Training von praktischen Fähigkeiten „für die Teilnahme an der politischen Öffentlichkeit sowie für eine aktuelle und selbstbewusste Teilnahme am Wirtschaftsleben und für sicheres Auftreten in unterschiedlichen sozialen Zusammenhängen“ (GPJE 2004, S. 17) beschrieben. Neben dem allgemeinen Bezug zur Teilnahme am Wirtschaftsleben werden unter anderem konkret geförderte Fähigkeiten ökonomischer Natur benannt:

„ [...] Beiträge zu politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Fragen für Medien realisieren, vom Leserbrief über die Website bis zu komplexeren Medienprodukten;

sich als Konsument im Hinblick auf eigene ökonomische Entscheidungen reflektiert verhalten;

[...] eigene berufliche Perspektiven auch vor dem Hintergrund gesamtwirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen planen [...] “ (GPJE 2004, S. 17)

Mit dem Training dieser Fähigkeiten kann über die Möglichkeit der ökonomischen Partizipation politische Partizipation umgesetzt werden. Während sich DETJEN im Rahmen der Handlungsfähigkeiten auf drei Aspekte (politische Medienkompetenz, das eigene Auftreten in der Öffentlichkeit sowie die politische Mitwirkung und Interessenvertretung) konzentriert (Detjen 2007, S. 133), wird durch SANDER der beruflichen Praxis und dem wirtschaftlichen Handeln eine wachsende Bedeutung zugeschrieben (Sander 2008a, S. 93f.). Verfolgt man diesen Weg und richtet den Blick auf einen mehrdimensional ökonomischen Ansatz, eröffnet sich für die politische Bildung ein Handlungsfeld, das sich vom verbraucherbewussten Konsumenten über den mündigen Arbeitnehmer bis hin zum Unternehmer als Produzent erstreckt (Engartner 2010, S. 54). Dabei werden ökonomische Handlungen/Entscheidungen verschiedenster Formen des Alltags erforderlich:

Ÿ Haushaltsnahe Entscheidungen:

Konsum, Sparen, Wohnform, Familienplanung, Erziehung, Einkunftsformen, Ausund Weiterbildung, Altersvorsorge, Versicherungsschutz, etc.

Ÿ Arbeitnehmerrolle:

Ausund Weiterbildung, Arbeitsplatzwahl, Inhalte Arbeitsvertrag, Sozialer Arbeitsschutz, Betriebliche Mitbestimmung, allgemein betriebswirtschaftliche Entscheidungen als kaufmännischer Erfüllungsgehilfe, etc.

Ÿ Rolle eines Unternehmers:

Art der Selbstständigkeit, Management, Finanzierung, Controlling, Ausund Weiterbildung, Arbeitgeberfunktion und Fürsorge, Organisation und Personal, Investitionstätigkeit, Umweltschutz, Produktsicherheit, etc.

 
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