Was heißt Erziehung nach dem Stärkemodell?

Zunächst einmal: unbeirrbar zuversichtlich sein, bei allem, was ein Kind betrifft. Kinder sind widerstandsfähiger, belastbarer und lernfähiger, wenn zumindest ein Mensch in ihrer Umgebung fest an sie glaubt. Dann bewältigen sie sogar schwere Krisen.

Anders die Erziehung nach dem Defizitmodell: Schaut man ständig darauf, was ein Kind (noch) nicht kann, welche Fehler es macht und welche Schwierigkeiten es hat, untergräbt man die Entwicklung eines positiven Selbstbildes. Typisch für eine solche Erziehung ist auch das Überbehüten und Bevormunden.

Entwicklungspsychologen empfehlen positiv und zuversichtlich formulierte Kritik und die Konzentration darauf, was ein Kind schon kann. Wenn man Erfolge analysiert, bekommen Kinder ein Gespür und eine bessere Wahrnehmung der eigenen Leistungsfähigkeit. Werden überwiegend Niederlagen und Misserfolge diskutiert, können sich Kinder über Erfolge nicht mehr freuen oder schreiben diese dem Zufall oder Glück zu. Auf Dauer werden sie immer unsicherer und entwickeln eine pessimistische Weitsicht.

Erziehung nach dem Stärkemodell setzt auf Selbsttun. Die stärkste Motivation ist Autonomie. Die Frage ist also nicht, , sondern:

Erziehung nach dem Stärkemodell setzt auf einen demokratischen Umgang mit Kindern. Eltern hören sich deren Meinung nicht nur an, sondern nehmen sie ernst. Sie beziehen ihr Kind aktiv in Entscheidungsprozesse ein. Statt mit Verboten zu arbeiten, erklären sie, warum sie etwas ablehnen. Gleichzeitig äußern sie ihre Erwartungen konsequenter und eindeutiger.

 
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