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4. Institutionenökonomik und institutionenökonomische Bildung im Politikunterricht

Mit „Institutionen verstehen und gestalten“ (Loerwald/Lutter 2012, S. 2) wurde der Titel einer Ausgabe der Zeitschrift „Unterricht Wirtschaft und Politik“, einer Fachzeitschrift, die sich sowohl der ökonomischen als auch politischen Bildung verpflichtet fühlt (Friedrich-Verlag GmbH 2012), gekennzeichnet. Dementsprechend diene die inhaltliche Behandlung von Institutionen im Unterricht dem weitreichenden Ziel, Institutionen als „Spielregeln“ einer Gesellschaft anzusehen, um unter anderem auch damit epochaltypische Schlüsselprobleme erklären und entschärfen zu können (Loerwald/Lutter 2012, S. 2). Hierbei münden die verschiedenen Anforderungen und Perspektiven (ökonomische und politische) auf ein solches Lernen in zwei Grundfragen der „Modernen Institutionentheorie“ (Karpe 2012, S. 7):

Ÿ „In welchem Zusammenhang stehen Institutionen und menschliches Verhalten? Dies ist die Frage nach den Wahlhandlungen innerhalb bestehender institutioneller Regeln (Choice within Institutions).“ (ebd.)

Ÿ „Wie lässt sich die Entstehung und Änderung von Institutionen erklären? Dies ist die Frage nach den zentralen Bedingungsfaktoren für die Wahl, Gestaltung und Änderung von Institutionen (Institutional Choice).“ (ebd.)

Der Verlauf dieses Kapitels wird maßgeblich von der Intention bestimmt, die besonderen Perspektiven der modernen Institutionenökonomik und der damit verbundenen institutionenökonomischen Bildung für die Lernprozesse in der politischen Bildung herauszustellen. Neben denen im Abschnitt 3.1 dieser Arbeit bereits behandelten Forschungssträngen der wirtschaftsdidaktischen Theoriebildung, repräsentiert der institutionenökonomische Ansatz ebenfalls einen eigenen Forschungsstrang mit eigenem Erkenntnisinteresse vor dem Hintergrund eigener Perspektiven (Seeber 2008, S. 309f.).

Im Rahmen einer kurzen Einführung in dieses Forschungsfeld wird zunächst ein Einblick in die moderne Institutionenökonomik gewährt (Abschnitt 4.1). Dieser Überblick dient jedoch schon dem Ziel, im Anschluss daran, einen möglichen theoretischen Weg zur Verknüpfung von Institutionenökonomik und politischer Bildung durch institutionenkundliches Lernen im Politikunterricht zu eröffnen sowie das entsprechende Verständnis für eine unterrichtspraktische Umsetzung zu erzeugen (Abschnitt 4.2). Vor dem Hintergrund des breiten Spektrums institutionenökonomischer Theorien ist es notwendig, sich auf die Felder zu konzentrieren, deren didaktischer Nutzen für die Lernprozesse im Politikunterricht deutlich herausragt. In diesem Zusammenhang und mit Blick auf anstehende sachanalytische Unterrichtsperspektiven werden die Forschungsgebiete der Neuen Politischen Ökonomie und der Neuen Institutionenökonomik in ihren Grundzügen zunächst aus fachwissenschaftlicher Sicht vorgestellt, nachdem deren politikdidaktische Anwendung und Exemplifizierung behandelt wird (Abschnitt 4.3). Anhand konkreter Unterrichtsbeispiele wird der institutionenökonomische Fokus abschließend auf einschlägige Gegenstände der politischen Bildung übertragen (Abschnitt 4.4).

 
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