Die testamentarische Erbfolge

Jeder Bürger kann über sein Vermögen frei verfügen und mit einem Testament oder einem Erbvertrag zu Lebzeiten regeln, wer zu welchen Teilen einmal seinen Nachlass erben soll (§ 1937 BGB). Diese Testierfreiheit sollte jeder nutzen, der erkennt, dass die vom Gesetz geregelte Erbfolge seinem Willen nicht entspricht.

Warum testieren?

Wer sollte eine Verfügung von Todes wegen errichten?

In folgenden Fallgruppen entstehen beim Eingreifen der gesetzlichen

Erbfolge Probleme, Versorgungslücken und nicht selten auch Steuernachteile. Sie können deshalb in diesen familiären Konstellationen

auf die Errichtung eines Testaments nicht verzichten:

■ Bei gesetzlicher Erbfolge würde eine Erbengemeinschaft zwischen Ihrem Ehegatten und den Kindern entstehen.

■ Sie haben Kinder aus erster Ehe.

■ Sie haben nichteheliche Kinder.

■ Sie möchten Vorsorge für ein behindertes Kind treffen.

■ Sie haben ein minderjähriges Kind.

■ Ihr Kind ist überschuldet.

■ Sie möchten verhindern, dass Ihr Nachlass an Schwiegerkinder fällt.

■ Sie sind nicht verheiratet oder haben keine Kinder.

■ Sie sind verwitwet oder geschieden.

■ Sie leben in einer Partnerschaft ohne Trauschein.

■ Sie möchten ein Familienmitglied für besondere Leistungen (Pflege oder Unterstützung beim Hausbau) belohnen.

■ Sie möchten lebzeitige Schenkungen an ein Kind zugunsten anderer Kinder ausgleichen.

■ Sie oder ein Familienmitglied haben eine ausländische Staatsangehörigkeit.

■ Sie haben Vermögen im Ausland.

■ Zu Ihrem Vermögen gehören Anteile an Personen- oder Kapitalgesellschaften.

■ Zu Ihrem Vermögen gehört ein Betrieb oder Unternehmen.

■ Sie möchten Ihren Nachlass oder Teile davon an karitative, wissenschaftliche oder künstlerische Einrichtungen zuwenden.

Die Formalien einer letztwilligen Verfügung

 
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