Institutionenökonomische Anwendungsbeispiele für den Politikunterricht

Während greifbare Beispiele der Wirtschaftsdidaktik zur unterrichtspraktischen Anwendung von Neuer Institutionenökonomik und Neuer Politischer Ökonomie für die ökonomische Bildung vorliegen (siehe Abschnitt 4.1.4), sollen an dieser Stelle Unterrichtsbeispiele für die schulische politische Bildung illustriert werden. Die anhand von konkreten Unterrichtsbeispielen dargestellte Instrumentalisierung der modernen Institutionenökonomik mittels Neuer Institutionenökonomik und Neuer Politischer Ökonomie wird hierbei bewusst in das Zentrum gerückt, um die für den Lernprozess im Politikunterricht entscheidenden Impulse in Bezug auf resultierende Erkenntnisse und Einsichten herauszustellen. Das heißt, der Anspruch der umfassenden Bearbeitung einer unterrichtspraktischen Exemplifizierung wird zugunsten der betonten Fokussierung institutionenökonomischer Perspektiven verlagert – institutionenökonomische Perspektiven sollen die bestehenden Facetten der politischen Bildung erweiternd bereichern. Das Anwendungsspektrum der modernen Institutionenökonomik im Politikunterricht und der damit verbundene didaktische Zugriff auf den Bereich Politik werden an dieser Stelle anhand von drei ausgewählten Herangehensweisen verdeutlicht:

1. Ein originär politischer Lernbereich des Curriculums wird unter Einbeziehung der modernen Institutionenökonomik erweitert analysiert und beurteilt (Abschnitt 4.4.1: Der bundesdeutsche Föderalismus).

2. Ein aktuelles politisches Problem/Problemfeld öffentlich geführter Debatten wird mittels institutionenökonomischer Perspektiven diskutiert

(Abschnitt 4.4.2: Die (Wieder-) Einführung einer Vermögensteuer).

3. Das Kennenlernen eines institutionenökonomischen Modells dient der inhaltlichen Erweiterung von Politikunterricht und eröffnet zusätzliche Möglichkeiten, politische Sachverhalte zu erschließen

(Abschnitt 4.4.3: Das Medianwählertheorem).

 
< Zurück   INHALT   Weiter >