Wohnfläche

Wie wird die Fläche einer Wohnung berechnet?

In der Regel vereinbaren die Parteien keine Berechnungsmethode im Mietvertrag. Dann gilt auch bei frei finanzierten Wohnungen die Wohnflächenverordnung, die sich unmittelbar nur auf preisgebundenen Wohnraum bezieht.

Demnach ist die Grundfläche anhand der lichten Maße zwischen den Bauteilen zu ermitteln. Grundflächen von Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens zwei Meter sind vollständig, von mindestens einem Meter und weniger als zwei Metern zur Hälfte und unter einem Meter nicht anzurechnen (Dachschrägen).

Grundflächen von unbeheizten Wintergärten, Schwimmbädern und ähnlichen nach allen Seiten geschlossenen Räumen sind zur Hälfte anzurechnen, die von Baikonen, Loggien, Dachgärten und Terrassen in der Regel zu einem Viertel, höchstens jedoch zur Hälfte. Kellerräume, Abstellräume und Kellerzusatzräume außerhalb der Wohnung werden grundsätzlich nicht zur Wohnfläche gerechnet.

Hobbyräume werden in der Regel anteilig, also zur Hälfte angerechnet. Ein sogenannter Hobbyraum, der ohne Einschränkung als Wohnraum nutzbar ist, kann aber auch mit der gesamten Grundfläche angesetzt werden.

Welche Folgen haben Flächenangaben im Mietvertrag?

Ist die Wohnfläche im Mietvertrag vereinbart, bleibt sie bis zum Nachweis der Unrichtigkeit maßgeblich. Bei Abweichungen gilt Folgendes: Weist die gemietete Wohnung eine Wohnfläche auf, die mehr als 10 % unter der im Mietvertrag angegebenen Fläche liegt, so besteht ein Mangel der Mieträume, der den Mieter zur Minderung berechtigt. Dies gilt auch, wenn die Wohnfläche im Mietvertrag mit einer »Circa-Angabe« eingetragen ist. Anders verhält es sich bei einer Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete, dabei ist allein von der tatsächlichen Größe der vermieteten Wohnung auszugehen (BGH, Urteil vom 18.11.2015, VIIIZR 266/14). Dies gilt auch für die Betriebskostenabrechnung.

Wohnungsschlüssel

Muss der Mieter verloren gegangene

 
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