Die Entstehung der Landpflanzen aus Grünalgen

Seitdem die Pflanzen das Land eroberten, haben sie eine hohe Artenvielfalt entwickelt; heute kennt man über 280.000 Landpflanzenarten. Nach heutiger Kenntnis sind Grünalgen die engsten Verwandten der Landpflanzen.

Morphologische und molekularbiologische Befunde

Viele wichtige Merkmale der Landpflanzen findet man auch bei verschiedenen Protisten, insbesondere bei Algen. Wie die Braun-, Rot- und manche Grünalgen, so sind auch landpflanzen vielzellige, eukaryotische, autotrophe Organismen, die Photosynthese betreiben (siehe Kapitel 28). Landpflanzen haben Zellwände aus Cellulose - das Gleiche gilt auch für Grünalgen, Dinoflagellaten und Braunalgen. Außerdem gibt es Chloroplasten mit den Chlorophyllen a und b bei den Landpflanzen, aber auch bei Grünalgen, Eugleniden und einigen Dinoflagellaten.

Die Grünalgengruppen Charophytma und Coleochaetophytina haben weitere charakteristische molekulare und zellmorphologische Merkmale mit den Landpflanzen gemeinsam und das spricht stark dafür, dass sie unter den Grünalgen die engsten Verwandten der Landpflanzen sind (=> Abbildung 29,1).

 
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