Pharmakologie der synaptischen Übertragung und des Verhaltens

Bitte erinnern Sie sich daran, dass es sehr wichtig ist, die Wirkung der Neurotransmitter zu verstehen, denn sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Funktionsweise des Gehirns. Dieses Kapitel begann mit einem Bezug zu Verhalten, indem das pathologische Verhalten von Roberto Garcia d’Orta betrachtet wurde, das auf seine Parkinson-Erkrankung zurückzuführen ist, also auf eine Störung der Dopaminfunktion. Zum Abschluss des Kapitels soll es wieder um Verhalten gehen.

Die Methoden, die Biopsychologen am häufigsten zur Untersuchung der Verhaltenseffekte von Neurotransmittern einsetzen, sind pharmakologische Methoden. Um den Zusammenhang zwischen Verhalten und Neurotransmitter zu verstehen, geben die Forscher den menschlichen Probanden oder Versuchstieren eine Droge (eine pharmakologisch wirksame Substanz), die eine bestimmte Wirkung auf bestimmte Neurotransmitter hat. Überprüft wird dann die Wirkung der Droge auf das Verhalten.

Pharmakologisch wirksame Substanzen haben zwei grundlegend verschiedene Auswirkungen auf die synaptische Übertragung: Sie können sie faszilitieren (erleichtern) oder inhibieren (hemmen). Wenn sie die Effekte eines bestimmten Neurotransmitters erleichtern, werden sie als Agonist dieses Neurotransmitters bezeichnet. Wenn sie die Effekte eines bestimmten Neurotransmitters hemmen, werden sie als sein Antagonist bezeichnet.

Wie Pharmaka und Drogen die synaptische Übertragung beeinflussen

Obwohl Synthese, Freisetzung und Wirkung von verschiedenen Neurotransmittern variieren, sind die folgenden sieben allgemeinen Schritte für die meisten Neurotransmitter gültig: (1) Synthese des Neurotransmitters, (2) Speicherung in Vesikeln, (3) Abbau von jedem Neurotransmitter, der aus Vesikeln entweicht, im Cytoplasma, (4) Exocytose, (5) hemmende Rückkoppelung via Autorezeptoren, (6) Aktivierung postsynaptischer Rezeptoren und (7) Deaktivierung. * Abbildung 4.17 veranschaulicht diese sieben

Die sieben Schritte der Wirkung von Neurotransmittern

Abbildung 4.17: Die sieben Schritte der Wirkung von Neurotransmittern: (1) Synthese. (2) Speicherung in den Ve* '(^Aktivierung von post-rotransmittern. die aus den Vesikeln entweichen (4) Exocytose. (5) hemmende Rückkoppelung über Autorezeptoren. (6) Aktrvrerung post synaptischen Rezeptoren und (7) Deaktivierung.

Einige Mechanismen der agonistischen und antagonistischen Wirkung von Pharmaka und Drogen

Abbildung 4.18: Einige Mechanismen der agonistischen und antagonistischen Wirkung von Pharmaka und Drogen.

Schritte und in ► Abbildung 4.18 sind einige Mechanismen dargestellt, über die agonistische und antagonistische Pharmaka und Drogen diese beeinflussen. Beispielsweise binden einige Agonisten an postsynaptische Rezeptoren und aktivieren sie. Dagegen binden einige Antagonisten, die sogenannten Rezeptorblocker. an postsynaptische Rezeptoren, ohne diese zu aktivieren, sie blockieren aber so den Zugang für den üblichen Neurotransmitter.

 
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