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3.3.4 Institutionelle Logiken der Hochschulorganisation

Das organisationale Feld der Hochschulen ist durch das Zusammenwirken unterschiedlicher übergreifender Ordnungsprinzipien geprägt. Stichweh beschreibt die Genese der Universitäten als eine Geschichte „wechselnder Formen von Fremdkontrolle und wechselnder Anlehnungskontexte, auf die sich die Universität stützt“ (Stichweh 2009: 2). Die Entwicklung der auf akademischer Autonomie und professioneller Selbstregulierung beruhenden Institution Hochschule ist sowohl durch die Ausdifferenzierung der Wissenschaft als auch durch die kirchlichen Träger und ab dem 16. Jahrhundert in umfassender Weise durch die unterschiedlichen Formen staatlicher Wissenschaftsaufsicht und -förderung beeinflusst worden (ebd.: 2). In ähnlicher Weise verweisen auch andere Autoren mit wissenschaftlicher Logik, staatlicher Logik oder Wettbewerbslogik auf unterschiedliche Prinzipien, durch welche Organisationsformen und Handlungsroutinen im Hochschulsektor wesentlich geprägt werden (Musselin 1999: 45-46; Townley 1997; Bleiklie/Kogan 2007: 489-90; Larsen et al. 2009: 4; Gumport 2000; Henkel/Little 1999: 16). Zugleich lassen die in Kapitel 2 diskutierten Veränderungen der Governance im deutschen Hochschulsektor und die damit einhergehenden Reorganisationsprozesse der Leitungsund Verwaltungsorganisation in Kapitel 3.2.1 auf einen Wandel schließen, der auf grundlegend neuen Prinzipien der Steuerung und Konfiguration der Hochschulorganisation im Sinne einer institutionellen Logik basieren.

Dahingehend lässt sich die verstärkte Einführung managerialer Organisationsprinzipien der Hochschulleitungsorganisation sowie das Zusammenführen ehemals getrennt organisierter Bereiche der akademischen Selbstverwaltung sowie der staatlichen Verwaltungsbereiche als ein Wandel von einer akademisch-bürokratisch Logik der Hochschulverwaltung zu einer postbürokratischen Logik des Managements verstehen. Auf der Ebene des organisationalen Feldes ist dieser Transformationsprozess, so die an Krücken/Meier (2006) angelehnte These, mit der zunehmenden als legitim befundenen Zuschreibung von Hochschulen als vollständigen Organisationen verbunden. Doch was sind institutionelle Elemente beider Logiken und wie lassen diese sich idealtypisch im Hinblick auf die Verwaltungsleitung von Hochschulen beschreiben bzw. unterscheiden?

 
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