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4 Methodik und Daten

Die Ausführungen zum gegenwärtigen Forschungsstand (Kapitel 2) haben deutlich gemacht, dass es ungeachtet eines öffentlichen Interesses und umfangreicher Darstellungen der tiefgreifenden Veränderungen der Hochschul-Governance bislang kaum empirische Analysen zum Wandel von Hochschulleitungsund Verwaltungsstrukturen gibt. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Daten zur Verwaltungsorganisation und zu den Mitgliedern der Hochschulleitung sowie zu den damit verbundenen strukturellen Organisationsaggregaten im deutschen Hochschulsystem kaum hochschulübergreifend erfasst worden sind. Daher ist die folgende Analyse des institutionellen Wandels der Hochschulorganisation am Beispiel der Verwaltungsleitung auf einen begrenzten Umfang von Primärdaten beschränkt. Es ist das übergreifende Ziel der Datenerhebung und -auswertung, anhand der in Kapitel 3.3.3 abgeleiteten Elemente institutioneller Logiken eine deskriptive Analyse der Veränderungen der formalen Organisationsstrukturen, des dienstlichen Status sowie des Werdegangs und beruflichen Selbstverständnisses der Verwaltungsleitung zu erarbeiten.

Zunächst erfolgt im nächsten Teil der Arbeit (Kapitel 5) eine historische Analyse der Genese der Verwaltungsorganisation und ihrer Leitung an deutschen Hochschulen, bei der auf Sekundärliteratur aus der Hochschulgeschichtsforschung zur Universitätsaufsicht und der rechtswissenschaftlichen Literatur zur Hochschulverwaltung zurückgegriffen wird. Die Analysen in den Kapiteln 6-7 beruhen auf drei unterschiedlichen Datenquellen: einer Dokumentenanalyse der Landeshochschulgesetze, einer Inhaltsanalyse von Stellenausschreibungen für die Verwaltungsleitung sowie einer deutschlandweiten Befragung von Kanzlern und hauptamtlichen Vizepräsidenten. Die Materialsammlung für die Inhaltsanalyse und die Durchführung der Befragungen erfolgten im Rahmen eines Forschungsprojekts am deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung [1]. Diese Kombination aus nicht-reaktiven und reaktiven Verfahren wird durch das Aufarbeiten relevanter Sekundärliteratur ergänzt.

Ausschlaggebend für dieses Vorgehen ist das Ziel, anhand unterschiedlicher Datenquellen formale Strukturen und organisationale Zuschreibungen der Verwaltungsleitung sowie Einschätzungen von Hochschulkanzlern und hauptamtlichen Vizepräsidenten hinsichtlich ihrer organisationalen Praktiken in die Analyse einzubeziehen.

  • [1] . Das Forschungsprojekt „Professionalisierung im deutschen Hochschulsystem“ wurde im Zeitraum von 2007-2010 am deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung (FÖV) durchgeführt und gefördert. Das Projekt wurde durch das Zentrum für Wissenschaftsmanagement (ZWM) beim Feldzugang und im Rahmen der Nachwuchsförderung unterstützt. Der Verfasser der vorliegenden Arbeit hat in dem Projekt mitgearbeitet
 
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