DIE OSMANEN UND DIE KANONEN VON ORBAN

Orban (auch: Urban) war ein ungarischer Erfinder. Er entwickelte eine riesige Kanone. Seine Wunderwaffe bot er als Erstes den Byzantinern an, aber die konnten sie sich nicht leisten. Also ging Orban mit seiner Kanone zum Gegner. Der osmanische Sultan Mehmed II. war bereit, für die neue Waffe tief in die Tasche zu greifen. Und es zahlte sich aus! 1453 gelang es ihm, mit den Kanonen eine Bresche in die Stadtmauer von Konstantinopel zu sprengen. So konnte das osmanische Heer die Stadt erobern. Sobald die Soldaten eingedrungen waren, machten sie aus der Kathedrale Hagia Sophia eine Moschee.

Zum Glück war Mehmed II. ein toleranter Sultan, der andere Religionen erlaubte. Allerdings mussten ihre Anhänger höhere Steuern zahlen. Unter osmanischer Herrschaft erlebte Konstantinopel eine neue Blüte. Das Osmanische Reich erstreckte sich über drei Kontinente: Europa, Asien und Afrika. 1683 kamen die Osmanen bis an die Grenzen von Wien, wo sie durch eine große Armee aus verschiedenen europäischen Ländern geschlagen wurden. Das bedeutete das Ende der osmanischen Blütezeit.

 
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