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3. Praxis-projektorientierte Kompetenzentwicklung mit Blended und Social Learning

In Blended-Learning-Konzepten, in denen neben dem Ziel des Wissensaufbaus und der Qualifizierung auch die Kompetenzentwicklung ermöglicht werden soll, können die Kompetenzentwicklungsansätze auf der Praxis-, der Coachingund der Trainingsebene kombiniert werden.

Diese Blended-Learning-Arrangements weisen deshalb gegenüber den rein qualifikationsorientierten Ansätzen folgende zusätzliche Merkmale auf:

• Die Möglichkeiten und Ziele der individuellen Kompetenzentwicklung leiten

sich aus einer vorangegangenen systematischen Kompetenzerfassung ab.

• Kompetenz wird dabei als die Fähigkeit aller Mitarbeiter gesehen, sich in offenen und unüberschaubaren, komplexen und dynamischen Situationen kreativ und selbstorganisiert zurechtzufinden; Kompetenzen werden als Selbstorganisationsdispositionen verstanden.

• Die Entwicklungskonzeption optimiert die Bedingungen der Möglichkeit dieser

Kompetenzentwicklung im Praxisprojekt und im Netz.

• Die Lerner übernehmen die Verantwortung für ihre Kompetenzentwicklung und nutzen aktiv die Instrumente der Kompetenzentwicklung sowie ihr Netzwerk aus Lernpartnern, Lernbegleitern, Experten und Führungskräften auf der Basis ihrer E-Portfolios.

• Der Wissensaufbau und die Qualifizierung erfolgen nach einem vorgegebenen Curriculum selbstgesteuert in einem Blended-Learning-Ansatz auf der Grundlage von Web Based Trainings, Videos oder Podcasts. Wissen und Qualifikation sind dabei nicht das Ziel, sondern eine notwendige Voraussetzung für den umfassenden Prozess des Aufbaus von Kompetenzen.

• Der Entwicklungsprozess schließt systematische Projektphasen ein, die in reale

Entscheidungssituationen und damit in echte Labilisierungsprozesse münden.

Erfahrungsaustausch und Problemlösung in Netzwerken bilden den Kern der

Entwicklungsprozesse.

 
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