< Zurück   INHALT   Weiter >

3 Das Agency-Konzept

Im vorangegangenen Kapitel wurden Bereiche der Asylpolitik, welche im Zusammenhang mit geduldeten Flüchtlingen und somit als Grundlage für diese Arbeit, relevant sind, aufgeführt. In diesem Kapitel soll nun das sozialwissenschaftliche Agency-Konzept, welches der Untersuchung als theoretischer sowie analytischer Bezugsrahmen dient, aus einem vorwiegend theoretischen Blickwinkel beleuchtet werden. Zunächst wird unter 3.1 eine erste Begriffsklärung des Agency-Konzeptes, dessen Entstehung als auch eine Einordnung in den sozialwissenschaftlichen Diskurs vorgenommen. Um die Entwicklung des hier vertretenen Ansatzes von Emirbayer und Mische (1998) in seinen Grundgedanken nachvollziehen zu können, wird darauf folgend ein kurzer Abriss zur theoretischen Entwicklung dessen, wie er im Beitrag der AutorInnen zu finden ist, gegeben. Dabei wird die Weiterentwicklung von Theorien als auch deren Einfluss auf das Konzept der AutorInnen ersichtlich. Daran schließt sich die bei Emirbayer und Mische (1998) verwendete und für diese Untersuchung gültige Agency-Konzeption an (vgl. 3.2.2). Im abschließenden Punkt zum Agency-Konzept werden auf die von den AutorInnen erwähnte Konsequenzen, die sich aus den konzeptuellen Ausführungen ergeben, eingegangen (vgl. 3.2.3). Dadurch wird die Bedeutung des dargestellten theoretischen Konzeptes für eine empirische Arbeit deutlich. Gleichzeitig dienen diese Überlegungen als leitend bei der Analyse der Interviews, wodurch das AgencyKonzept nicht nur als theoretische Grundlage, sondern auch als analytisches Grundgerüst dieser Arbeit dient. [1]

  • [1] Wie diese noch sehr theoretisch gehaltenen Fragen für die Empirie konkret in die Analyse eingebunden werden können und welche Bedeutung sie damit für die hier vorliegende Untersuchung haben, wird unter 5.4 genauer erläutert.
 
< Zurück   INHALT   Weiter >