Förderung der struktur-fokussierenden Deutungen

Struktur-fokussierende Deutungen zwischen Zahlen und zwischen Aufgaben anzuregen, muss zentrale Aufgabe des regulären Mathematikunterrichts sein.

Nicht nur für zählend rechnende Kinder ist eine Sicht auf mathematische Strukturen bei der Ablösung vom zählenden Rechnen zentral und steht somit zu Recht im Zentrum der Förderung. Darüber hinaus muss sie, wie im Lehrplan vorgesehen, den gesamten Mathematikunterricht als durchgängiges Prinzip bestimmen (Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in NordrheinWestfalen, 2008).

Die struktur-fokussierende Sicht auf (An)Zahlen und auf Zahlbeziehungen kann mit den vorliegenden Lernumgebungen, wie aufgezeigt, gut angeregt werden. Zur Fokussierung von Aufgabenbeziehungen scheinen jedoch die Lernumgebungen verstärkter auf die Veränderung von Aufgaben zielen zu müssen. Dazu eignen sich "Schöne Päckchen" nur in eingeschränktem Maße, da hier in ein mathematisches Muster die Veränderung zunächst hineingesehen werden muss und diese dann mit der Operation in Verbindung gebracht werden muss. Alternativ ist Veränderung von Aufgaben durch konkrete oder mental vorgestellte Handlungen am Material im Sinne des operativen Prinzips (Häsel-Weide, 2014). Die Veränderung von Aufgaben sollte ihren Ausgangspunkt bei leichten Aufgaben nehmen die zu schwierigen verändert werden (Wittmann & Müller, 2012a, S. 55). Die Veränderung muss ausführlich am Material und an der Anschauung durchgeführt, verbalisiert und zunehmend mental vorgestellt werden. Dies wurde punktuell in Bausteinen der vorliegenden Studie umgesetzt (Baustein IIIb und VIIIa). Im Anschluss kann und sollte eine struktur-fokussierende Deutung von Aufgaben auch in Muster wie "Schöne Päckchen" hineingesehen werden.

 
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