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Karl Ernst Osthaus Museum

Das Karl Ernst Osthaus Museum steht – als Nachfolgeinstitution des 1902 von Karl Ernst Osthaus in Hagen gegründeten Folkwang-Museums – in der heute als „Hagener Impuls“ bezeichneten Tradition. Unter dem Oberbegriff „Hagener Impuls“ firmieren sämtliche Zeugnisse der Folkwang-Ära, die dem Wirken von Karl Ernst Osthaus zu verdanken sind: Architektur (u.a. der Hohenhof), Bildende Kunst und Kunstgewerbe. Die Sammlungen zur klassischen Moderne, die sich im historischen Folkwang-Gebäude entfalten, spiegeln diesen historischen Aspekt. Zum anderen wird die Sammlungsund Ausstellungstätigkeit im Sinne von Osthaus' Kerngedanken der Beschäftigung mit aktueller Kunst fortentwickelt, indem sich das Museum als Ort einer spezifischen Sammlung von Werken der internationalen zeitgenössischen Kunst präsentiert.

Mit seiner hochrangigen Sammlung vom Impressionismus (Liebermann, Corinth), Expressionismus (Kirchner, Heckel, Müller, Schmidt-Rottluff, Jawlensky, Macke, Marc), dem Bauhaus (Feininger, Schlemmer) bis hin zu den Einzelgängern Rohlfs, Nolde, Beckmann und Dix besitzt das Museum auch heute noch überregionale Ausstrahlung. Mit rund 300 Arbeiten ist der Bestand an Werken des Hagener Malers Christian Rohlfs, der drei Jahrzehnte im Hagener Folkwang-Museum lebte und arbeitete, eine der weltweit größten Sammlungen dieses Künstlers. Mit seiner Wiedereröffnung wird das Karl Ernst Osthaus Museum neue Schwerpunkte setzen: Das gesamte Untergeschoß des Folkwang-Gebäudes wird museumspädagogisches Terrain – „Junges Museum“ für die beiden Häuser des neuen Museumsquartiers. Hier werden u.a. interkulturelle Konzepte gefördert, die für die neu startende Bildungsarbeit große Bedeutung haben. Malerei und Graphik werden sich intensiv mit dem Thema Realismus beschäftigen, wobei die Sammlung ungegenständlicher Kunst ebenfalls Berücksichtigung finden wird. Einen weiteren Schwerpunkt in der künftigen Ausstellungsarbeit wird die Beschäftigung mit zeitgenössischer Fotografie darstellen.

 
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